"Einfach unbeschreiblich": Lok feiert die erneute Meisterschaft

Zum zweiten Mal in Folge hat der 1. FC Lokomotive Leipzig die Meisterschaft der Regionalliga Nordost eingefahren. Nach dem hart umkämpften 5:2 im Saisonfinale gegen den 1. FC Magdeburg II kannte die Freude beim Staffelsieger keine Grenzen mehr. 

"Unfassbar stolz auf die Truppe"

Nach dem Schlusspfiff brachen im Leipziger Bruno-Plache-Stadion alle Dämme. Die Lok-Spieler ließen ihren Emotionen freien Lauf. Auch die obligatorische Bierdusche für Erfolgstrainer Jochen Seitz beim Interview mit dem "MDR" durfte nicht fehlen. "Wenn man Spiele gewinnt, schmeckt Bier eigentlich immer gut", bemerkte Seitz anschließend. "Einfach unbeschreiblich. Die Meisterschaft im eigenen Stadion zu feiern vor 10.000 Zuschauern. Das ist natürlich überragend", schwärmte der 49-Jährige.

In einem Herzschlagfinale gegen den 1. FC Magdeburg II drehte Lok einen zweimaligen Rückstand durch einen Kraftakt in einen 5:2-Sieg. "Das hat sich die Mannschaft verdient, weil wir heute auch wieder alles in die Waagschale reingeworfen haben, mit Rückständen umgegangen sind, immer dran geglaubt haben", lobte Seitz die Widerstandsfähigkeit seiner Elf. Weil Carl Zeiss Jena im Parallelspiel ebenfalls gewann, behauptete Lok nur aufgrund der um fünf Treffer besseren Tordifferenz den ersten Platz. "Ich bin so unfassbar stolz auf die Truppe, auf jeden einzelnen Spieler, der dazu beigetragen hat."

"Heute ist alles erlaubt"

Nachdem die Leipziger im letzten Jahr gegen den TSV Havelse in den Aufstiegsspielen gescheitert waren, sind sie aufgestanden und haben sich wieder an die Spitze gesetzt. "Das ist auch keine Selbstverständlichkeit für diesen Verein, Meister zu werden. Da gibt es ganz andere Vereine, die auch mehr Geld zur Verfügung haben. Trotzdem haben wir es wieder geschafft. Durch eine mannschaftliche Leistung, die nicht hoch genug zu bewerten ist", erklärte Seitz. Auch dem Geschäftsführer Martin Mieth war die Erleichterung anzumerken: "Ich kann es kaum in Worte fassen, was hier für Ballast abfällt für den ganzen Verein."

Ein bemerkenswerter Erfolg, den die Leipziger in vollen Zügen genießen werden. "Heute war so ein krasser Druck auf dem Kessel. Heute ist alles erlaubt. Heute absolutes Vollgas, morgen auch. Der braucht gar nicht denken, dass er uns morgen sieht", scherzte Lok-Urgestein Djamal Ziane. Trainer Seitz war der gleichen Meinung und gab seinen Schützlingen einen Freifahrtschein: "Wir werden heute feiern, haben dann drei Tage frei und ab Mittwoch bereiten wir uns auf die Relegation vor. Aber heute sind keine Grenzen gesetzt für die Jungs." Erst am 28. Mai geht es für Lok weiter. In zwei Aufstiegsspielen gegen die Würzburger Kickers entscheidet sich, wer in die 3. Liga aufsteigt. Doch daran werden die Meister in den nächsten Tagen erstmal keinen Gedanken verschwenden.

   

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