"Sinnbildlich für diese Saison": Mannheim geht in Ingolstadt unter
Nein, ein versöhnlicher Saisonabschluss war das definitiv nicht. Im letzten Saisonspiel offenbarte der SV Waldhof Mannheim einmal mehr seine eklatanten Schwächen in der Defensive und kassierte eine 1:5-Niederlage beim FC Ingolstadt.
"Alles nicht gut verteidigt"
"Das war heute sinnbildlich für unsere Saison", ärgerte sich SVW-Trainer Luc Holtz nach dem Spiel im Interview mit "MagentaSport" mit Hinblick auf das schwache Defensivverhalten seiner Mannschaft. "Ballverluste, schnelle Umschaltmomente beim Gegner – wir haben das alles nicht gut verteidigt, obwohl wir das angesprochen haben", führte der Luxemburger aus.
Die Konsequenz daraus? Die befreit aufspielenden Ingolstädter dribbelten sich immer und immer wieder vor das Mannheimer Tor – ohne große Gegenwehr. Vor allem Yann Sturm hatte seine Freude und erzielte einen Dreierpack. "Das ist in vielen Momenten zu billig, wie wir die Bälle verlieren und dem Gegner ein offenes Feld geben", ärgerte sich Innenverteidiger Tim Sechelmann. Doch nicht nur in der Defensive blieben die Buwe zum Saisonabschluss vieles schuldig, auch offensiv kam zu wenig. Einzig der Ehrentreffer von Terrence Boyd in der 57. Minute sorgte für eine kurze Freude im Gästeblock.
Insgesamt 72 Gegentore
"Wir haben die ganze Saison über zwei Gesichter gezeigt", analysierte Holtz nach dem Spiel. "Manchmal waren wir ordentlich bis gut und manchmal schlecht – so wie heute." Während der Waldhof, der die Saison als Tabellenzehnter beendet, an guten Tagen das ein oder andere Fußballfest feierte, fiel die Defensive an schlechten Tagen regelrecht auseinander. Die Folge sind insgesamt 72 Gegentore – ein Wert, der nur von den drei Absteigern Havelse, Ulm und Schweinfurt überboten wird.
Die leiderprobten Fans des SVW werden nun darauf hoffen, dass ihre Lieblinge kommende Woche im Landespokalfinale gegen den Stadtrivalen VfR Mannheim noch einmal ihr gutes Gesicht präsentieren werden. Gegen den Oberligisten geht es für die Buwe darum, erstmals nach drei Jahren Abstinenz wieder in die erste Runde des DFB-Pokal einzuziehen.
"Jeder muss sich noch mal raffen"
"Wir müssen jetzt ganz schnell die Köpfe richten, weil wir nächste Woche ein Spiel haben, das unfassbar wichtig für den Verein ist", betonte Sechelmann. "Auch wenn der Gegner Fünftligist ist, dürfen wir ihn auf keinen Fall unterschätzen". Auch Trainer Holtz formulierte klare Worte im Hinblick auf das Landespokalfinale: "Jeder weiß, was er heute auf den Rasen gebracht hat und dass das nicht ausreichend ist für nächsten Samstag. Jeder muss sich noch mal raffen."