"Fange jetzt nicht das Rumheulen an": Brinkmann schaut nach vorne

Die eigenen Hausaufgaben hat Hansa Rostock mit dem Auswärtssieg in Saarbrücken zwar erledigt, doch weil die Konkurrenz nicht mitspielte, muss sich die Kogge mit Platz 5 zufriedengeben. Trainer Daniel Brinkmann blieb dennoch gefasst – und richtete die Blicke bereits auf die neue Saison.

"Das tut alles ein bisschen weh"

Erst 2:0 geführt, dann die Partie binnen 16 Minuten komplett aus der Hand gegeben, dann doch nochmal zurückgekommen: Normalerweise wäre der Jubel über den 4:3-Erfolg beim 1. FC Saarbrücken groß gewesen, nicht jedoch an diesem Samstagnachmittag. "So richtig freuen kann ich mich über den Sieg nicht", sagte auch Kapitän Franz Pfanne nach der Partie bei "MagentaSport". Schließlich reichte der Erfolg weder zum Relegationsplatz noch zur vorzeitigen DFB-Pokal-Qualifikation. "Wir haben mit Herz gespielt und wollten unbedingt diesen Sieg holen. Das war das Einzige, das wir heute beeinflussen konnten." Dass es nicht zu Platz 3 reichte, machte Pfanne vor allem daran fest, "dass wir in einigen Spielen die Punkte einfach dumm hergeschenkt haben. Das tut alles ein bisschen weh".

Trainer Daniel Brinkmann sprach indes von "sehr gemischten Gefühlen". Auf der einen Seite freue er sich über den Sieg, auf der anderen Seite herrschte aber auch Enttäuschung, dass die drei Punkte am Ende wertlos waren. "Wir haben die Saison mit 67 guten Punkten beendet, und trotzdem reicht es nicht für einen der ersten drei Plätze", zeigte sich der 40-Jährige geknickt, betonte aber: "Ich fange jetzt nicht das Rumheulen an. Wir haben genug Spiele gehabt, die wir hätten gewinnen können." Am Ende musste sich Hansa in dieser Saison zwar seltener geschlagen geben (siebenmal) als Aufsteiger Energie Cottbus (achtmal), teilte aber gleich in 13 Partien die Punkte – und damit so häufig wie keine andere Mannschaft auf den ersten 14 Plätzen.

"Wenn wir nochmal fünf, sechs Punkte draufpacken …"

Es gelte nun, die richtigen Schlüsse aus den Fehlern zu ziehen. "Wir wollen mehr richtig machen als in diesem Jahr", betonte Brinkmann. Im Vergleich zur letzten Saison hat die Kogge bereits sieben Punkte mehr geholt. "Wenn wir nochmal fünf, sechs Punkte draufpacken, dann sind wir da, wo wir sein wollen." Nämlich in der 2. Liga. "Aber das ist ein langer Weg und ein hartes Stück Arbeit." Dennoch freue er sich schon wieder darauf, "wenn es wieder losgeht", so Brinkmann. "Wir haben was zu erledigen, daran gilt es zu arbeiten. Ich werde ab morgen nach vorne gucken."

Zunächst steht am kommenden Samstag aber noch das Landespokal-Finale gegen Sechstligist SV Pastow an, das die Kogge unbedingt gewinnen will, um im DFB-Pokal dabei zu sein. Danach gelte es, die Köpfe freizubekommen und neue Energie zu tanken, blickte der Hansa-Coach voraus. Sportchef Amir Shapourzadeh kündigte an, einen "neuen Anlauf" nehmen zu wollen, um den Verein dahin zu bringen, wo er hingehört. Am Ende überwiege zwar die Enttäuschung, "weil wir das Gefühl hatten, dass mehr drin war. Nichtsdestotrotz sind wir stolz auf die Mannschaft, dass wir immer wieder nach Nackenschlägen zurückgekommen sind und bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg gespielt haben". Nach zwei verpassten Aufstiegen soll nächste Saison dann der große Wurf gelingen.

   

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