Dank Boujellab: Havelse bezwingt Schweinfurt mit 3:2
Der TSV Havelse hat sich im Duell der bereits feststehenden Absteiger gegen den 1. FC Schweinfurt am Sonntagnachmittag mit 3:2 durchgesetzt. Ein Doppelpack von Boujellab bescherte dem TSV die drei Punkte und den Sprung auf Platz 17.
Havelse und Schweinfurt mit offenem Visier
Fünf Änderungen nahm TSV-Trainer Ferchichi nach dem 0:4 in Verl vor: Ilic, Plume, Berger, Rexhepi begannen für Schepp, Rufidis, Aytun und Duah. Außerdem stand Busse für Quindt zwischen den Pfosten. Auf der anderen Seite stellte Jones gegenüber dem 1:1 gegen 1860 München zwei Mal um: Endres und Geis rotierten für Trslic und Langhans rein.
Beide Teams, die bereits abgestiegen sind, spielten von Beginn an mit offenem Visier. So ging es direkt hoch und runter. Die erste Chance gehörte den Hausherren in Person von Rexhepi, der eine Flanke von Sommer hätte verwerten müssen. Sein Kopfball aber strich knapp vorbei (13.). Auf der anderen Seite sah Plume nach einem Foulspiel an Müller im Strafraum bereits in der 28. Minute die frühe Gelb-Rote-Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Geis zum 1:0.
Aber die Führung hielt nicht lange, weil Havelse die passende Antwort parat hatte. Eine Ecke vollendete Boujellab zum 1:1 (30.). Beide Mannschaften verteidigten weiter luftig, sodass einige Chancen auf dem Programm standen. So wie in der 36. Minute, als Grimbs unbedrängt eine Hereingabe schlagen konnte und Böhnlein ebenso blank zum 2:1-Pausenstand verwerten konnte.
Boujellab trumpft auf
Die erste Chance nach der Halbzeit gehörte den Gästen, die auf das 3:1 drückten. Diesmal kam Latteier aus dem Rückraum zum Abschluss, sein Versuch war allerdings zu zentral (49.). Das rächte sich prompt: Erneut war es Boujellab, der zur Stelle war. Diesmal setzte ihn Ilic ein. Der Ex-Schalker zirkelte aus 18 Metern daraufhin den Ball in die Maschen (54.). Es ging weiter auf und ab bei dem Spiel der beiden Absteiger.
Danach hatte wieder Schweinfurt die Möglichkeit auf die erneute Führung. Aber Müller jagte das Spielgerät an das Lattenkreuz (61.). Nur wenig später brachte er Dellinger in Szene, der jedoch an Keeper Busse scheiterte (72.). Beide Teams drückten auf das Führungstor, präsentierten sich aber zu ungenau. Ilic tanzte er Geis aus, traf danach aber nur den Pfosten (76.). In der Schlussphase drehte Havelse in Unterzahl die Partie: Diesmal legte Boujellab quer auf Paldino, der zum 3:2 einschob (82.). Das war gleichzeitig auch der Endstand.
Durch den Heimsieg springt der TSV auf Platz 17 während Schweinfurt am Tabellenende nur noch eine Chance hat, nicht als schlechtester Drittligist in die Geschichte einzugehen. Dazu braucht es am nächsten Samstag gegen Aue mindestens einen Punkt. Havelse reist dann nach Aachen.