RWE beendet Negativlauf und will mehr: "Platz 4 nur das Minimalziel"

Rot-Weiss Essen bleibt an den Aufstiegsplätzen dran. Durch einen 1:0-Sieg gegen den SC Verl hat die Mannschaft von Uwe Koschinat nach drei Niederlagen am Stück gerade noch die Kurve bekommen, um am 38. Spieltag eine Chance auf die 2. Bundesliga zu wahren. Spieler des Spiels war Torschütze Gianluca Swajkowski.

RWE wieder punktgleich mit MSV

Früh mit der gelben Karte belastet, aber dann kurz nach dem Seitenwechsel mit dem richtigen Riecher: Gianluca Swajkowski nutzte einen Fehler des SC Verl im Aufbauspiel, um den Treffer des Tages zu markieren. "Die ganze Liga weiß, dass Verl gerne hinten herausspielt. Ich erkenne die Situation und spekuliere auf den Ball", berichtete der 21-Jährige nach Abpfiff bei "Magenta Sport". Das erste Saisontor des Essener Eigengewächses, es könnte im großen Finale der Spielzeit so ein wichtiger Treffer werden. Denn mit dem 1:0-Sieg zog RWE wieder mit dem auf Platz 3 stehenden MSV Duisburg gleich. Zwei Punkte fehlen zu Energie Cottbus auf dem direkten Aufstiegsplatz.

Und doch hat Essen eine Mammutaufgabe vor sich. Ohne einen Patzer der Konkurrenz könnte RWE am Ende leer ausgehen, weil die Tordifferenz gegenüber den Konkurrenten hoch ist – Essen (+11) steht klar hinter Duisburg (+17) und Cottbus (+20), obwohl die Mannschaft von Uwe Koschinat die zweitbeste Offensive der Liga hat. "Für uns war es heute erst einmal wichtig, den Job zu machen", ordnete der Cheftrainer die Ausgangslage vor dem Saisonfinale ein. Und klar ist auch: RWE könnte am letzten Spieltag sogar noch einen Platz abrutschen, weil Rostock noch drei Zähler hinter Essen steht. Dann wäre die Qualifikation für den DFB-Pokal weg. "Platz 4 ist logischerweise nur das Minimalziel", machte Koschinat daher klar.

"Ein Sieg des Stadions"

Zunächst einmal überwog jedoch die Erleichterung, dass Essen überhaupt noch die Chance auf den Aufstieg wahren konnte. Drei Niederlagen am Stück warfen den Revierklub dermaßen zurück, dass gegen Verl schon alles hätte vorbei sein können. "Heute war es ein Sieg des Stadions", lobte Koschinat das Publikum. "Gerade in der zweiten Hälfte mussten wir ganz schön viel aushalten und konnten unsere Konter nicht ausspielen, um das Spiel vielleicht vorzeitig zu beenden. So war es ein Fight bis zur letzten Sekunde."

Nach dem Negativtrend bekam RWE somit die Kurve. Vielleicht gerade noch rechtzeitig. "Auf der einen Seite hatten wir einen enorm nervlichen Druck, auf der anderen Seite haben wir dann alles investiert", freute sich Koschinat, dass seine Mannschaft die passende Reaktion im letzten Heimspiel der Saison gezeigt hat. Obwohl auch Verl nah an einem Punktgewinn dran war. "Es ist schwierig, so ein Spiel als verdient oder nicht verdient auszulegen", fand der RWE-Coach, der gleich fünf Wechsel in der Startelf vorgenommen hatte. "Aber es ist einfach etwas, das uns in der jetzigen Situation gut tut." Am letzten Spieltag wird Essen in Ulm auf Sieg spielen. Was dann dabei für Rot-Weiss noch herausspringt, ist jetzt wieder offen.

   

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