1860 dank Würzburg für DFB-Pokal qualifiziert: "Erfolg von anderen"

Auf dem Platz verloren, aber doch die Teilnahme am DFB-Pokal gewonnen: Noch während sich der TSV 1860 München über die 1:2-Niederlage im bayerischen Duell mit dem FC Ingolstadt ärgerte, folgte die gute Nachricht, dass die Qualifikation am Pokalwettbewerb fix ist – weil die Würzburger Kickers parallel bayerischer Amateurmeister wurden. Cheftrainer Markus Kauczinski war nicht unzufrieden mit dem Tag.

"Wollen das Endspiel gewinnen"

4:0 im eigenen Stadion! Nicht die Münchner Löwen, sondern die Würzburger Kickers. Aber der Kantersieg gegen die SpVgg Unterhaching hat auch Auswirkungen auf die Sechzger, denn die Würzburger stehen jetzt als Tabellenzweiter fest – und werden damit bayerischer Amateurmeister, weil auf Platz 1 in der Bayern-Staffel der 1. FC Nürnberg II steht. Für die Löwen bedeutet das, dass die Qualifikation für den DFB-Pokal gesichert ist, denn der besagte Amateurmeister erhält ebenfalls einen fixen Startplatz. Vor dem Landespokal zwischen 1860 und Würzburg sind also beide Teams schon qualifiziert – erstmals seit vier Jahren.

"Versöhnen kann das jetzt nicht, weil wir das nicht in der eigenen Hand hatten. Das ist ja ein Erfolg der anderen", ordnete 1860-Coach Markus Kauczinski nach der eigenen Niederlage im letzten Heimspiel der Saison ein. Dennoch hatte der 56-Jährige ein leichtes Lächeln auf den Lippen. "Wir haben ja trotzdem ein Endspiel, dass wir gewinnen wollen. Auch, wenn die Qualifikation schon feststeht." Denn der Sieg im Landespokal wäre ein Titel, den die Löwen schon seit sechs Jahren nicht mehr eingefahren haben. Möglicherweise wäre das ein versöhnliches Ende für die Saison.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht"

Kauczinski muss nämlich auch auf eine 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt zurückblicken, die den Cheftrainer ärgerte. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Stark kombiniert, gute Chancen gehabt. Wir dürfen das Spiel nicht verlieren", fand der 56-Jährige. "Das hört sich doof an, aber ich bin nicht unzufrieden. Es zieht sich durch unsere Saison, dass wir aus unseren Chancen zu wenig machen." Immerhin konnte Kauczinski gleichzeitig noch dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben, denn mit U23-Kapitän Xaver Kiefersauer feierte ein Eigengewächs sein Startelfdebüt, das gerade erst seinen Vertrag verlängert hat.

"Das war schon ein Gänsehautmoment mit Einlaufkind. Es waren auch viel mehr Zuschauer, als in der Bayernliga", schmunzelte der 20-Jährige nach Spielschluss. "Zwischendurch habe ich mich schon mal umgeschaut und dachte 'Wow'." Kiefersauer will in der kommenden Saison mit den Münchner Löwen angreifen und "Großes schaffen", wofür auch Kauczinski den Kader mit Spielern verstärken will, die "den Ball haben wollen". Die Einnahmen durch den DFB-Pokal werden helfen. "Für uns bedeutet die Qualifikation erst einmal Geld. Das ist wichtig für den Verein, aber wir hoffen auch auf einen attraktiven Gegner, bei dem wir ein volles Haus haben." In den vergangenen Jahren startete 1860 in der 1. Runde gegen Borussia Dortmund, den FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt – gegen die Königsblauen sprang 2021/22 sogar ein Sieg heraus.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button