Kuriosum in Rostock: Halbzeit erst zu früh, dann doppelt angepfiffen

Beim Spiel zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart II kam es am Samstagnachmittag zu kuriosen Szenen. Weil einem Schiedsrichter-Assistenten unwohl war, wurde die erste Halbzeit 38 Sekunden früher abgepfiffen, als angezeigt. Nach der Halbzeitpause wurde die fehlenden Sekunden dann nachgeholt, ehe der Anstoß zur zweiten Halbzeit erfolgte.

Teams passten sich Ball hin und her

Vier Minuten sollte die Nachspielzeit der ersten Halbzeit dauern, jedoch pfiff Schiedsrichter Felix Weller bereits nach 3:22 Minuten zur Pause ab. Nachdem manch einer bereits einen Regelverstoß vermutet hatte, denn bekanntlich darf die angezeigte Nachspielzeit nur verlängert, aber nicht verkürzt werden, klärte sich die Sache nach der Halbzeitpause auf. Einem der beiden Schiedsrichter-Assistenten war unwohl geworden, sodass Weller sich dazu entschied, früher abzupfeifen.

Damit aber alles regelkonform blieb, wurden nach der Pause zunächst die fehlenden Sekunden nachgeholt. Per Schiedsrichter-Ball gab Weller die Partie wieder frei, jedoch hatten beide Teams offensichtlich einen Nicht-Angriffspakt beschlossen und passten sich den Ball nur hin und her. Währenddessen skandierten die Fans: "Das hat mit Fußball nichts zu tun". Nach 38 Sekunden pfiff Weller erneut, beendete damit offiziell den ersten Durchgang, bat die Mannschaften zum Seitenwechsel und gab mit dem Anstoß im Mittelpunkt den zweiten Durchgang frei.

"Das habe ich noch nie erlebt", sagte Hansa-Coach Daniel Brinkmann nach der Partie und betonte, dass er darauf verzichten könne. "Dann lass in der zweiten Halbzeit doch einfach 30 Sekunden länger spielen, das bekommt dann keiner mit. Aber so ist es quatsch." Gleichzeitig äußerte er aber auch Verständnis für die Schiedsrichter: "Sie können nicht anders, denn es ist alles streng reglementiert. Aber in solchen Situationen kann man den Schiedsrichtern auch mal die Chance geben, ein bisschen Gefühl mit reinzubringen."

In Wiesbaden musste einst ein Zuschauer einspringen

Anstelle des Schiedsrichter-Assistenten übernahm mit Alexander Roppelt der vierte Offizielle die Position an der Seitenlinie. Auch für solche Situationen war der Vierte Offizielle in der 3. Liga zur Saison 2023/24 eingeführt worden. Bei einem ähnlichen Zwischenfall bei der Partie zwischen Wehen Wiesbaden und dem SV Meppen im April 2023, als sich der Linienrichter verletzt hatte, musste ein Oberliga-Schiedsrichter, der die Partie zuvor als Zuschauer verfolgt hatte, einspringen, was eine längere Unterbrechung zur Folge hatte. Zu diesem Zeitpunkt gab es den Vierten Offiziellen in der 3. Liga noch nicht.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button