Ex-FCS-Coach Schwartz soll Münster vor Drittliga-Abstieg retten
Vier Monate nach seinem Aus beim 1. FC Saarbrücken hat Alois Schwartz einen neuen Job: Der 58-Jährige übernimmt bei Zweitligist Preußen Münster und soll die Adlerträger vor dem Abstieg in die 3. Liga retten.
Nachfolger von Ende
Schwartz folgt auf Alexander Ende, der erst im vergangenen Sommer vom SC Verl nach Münster gewechselt, vor einer Woche nach einer längeren Negativserie dann aber entlassen worden war. "Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und habe sie angenommen, weil ich davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam den Turnaround hinbekommen können", wird Schwartz in einer Mitteilung der Preußen zitiert. "Die Mannschaft hat bereits gezeigt, dass sie die Mentalität und die Qualität hat, um in dieser Spielklasse zu bestehen."
Nach nur einem Sieg aus den letzten 13 Spielen und drei Niederlagen in Folge stehen die Adlerträger auf dem letzten Tabellenplatz, wobei der Rückstand zum Relegationsplatz und dem rettenden Ufer nur zwei Zähler beträgt. Sieben Partien verbleiben noch, um den Abstieg abzuwenden. Sport-Geschäftsführer Ole Kittner ist davon überzeugt, dass Schwartz der richtige Trainer für diese Aufgabe ist.
"Er weiß, was es braucht"
"Alois Schwartz ist ein sehr erfahrener Trainer, der mit klarer Führung und Struktur bereits gezeigt hat, dass er Mannschaften im Abstiegskampf wertvolle Impulse geben kann. Er weiß, was es braucht, um in dieser Situation die Chancen auf einen erfolgreichen Saisonausgang zu maximieren", so Kittner. Insgesamt stand Schwartz in seiner Karriere bislang 222 Mal in der 2. Bundesliga an der Linie und bewahrte unter anderem den SV Sandhausen in dieser Saison 2021/22 vor dem Abstieg. Sein Debüt als Preußen-Coach feiert der 58-Jährige am Donnerstagnachmittag in einem Testspiel gegen den TSV Havelse.
Beim FCS saß Schwartz zwischen April und November 2025 auf der Bank und führte die Saarländer in die Relegation zur 2. Liga, wo sich die Blau-Schwarzen jedoch denkbar knapp gegen Eintracht Braunschweig geschlagen geben mussten. Zu Beginn der neuen Saison spielte der FCS zunächst oben mit, ehe eine Negativspirale einsetzte, die Schwartz nicht mehr gestoppt bekam. Sein noch laufender vertrag bei den Saarbrückern ist nun aufgelöst worden.