Wegen Knieverletzung: Waldhof bis Ende April ohne Ferati?
Im eigenen Stadion legte der SV Waldhof Mannheim in den vergangenen Wochen den Grundstein für den Erfolg. Jetzt wird Erzgebirge Aue zu Gast sein, um am Samstag (14 Uhr) möglicherweise den letzten Strohhalm im Abstiegskampf zu ergreifen. Arianit Ferati wird weiterhin ausfallen – und das auch noch einige Wochen.
"Zuerst einmal wieder gut verteidigen"
Drei Heimsiege feierte der Waldhof am Stück, sodass sich Mannheim ein kaum noch zu verspielendes Polster auf die Abstiegszone angefuttert hat. Auswärts gab es hingegen bei den letzten vier Ausflügen nur noch einen Punkt. Also nur gut, dass das Duell mit Erzgebirge Aue – das vor Wochen noch ein Kellerkracher hätte werden können – im Carl-Benz-Stadion stattfindet und es für den Waldhof auch nicht mehr um viel geht. Für die Veilchen dagegen schon.
"Ich denke, dass ein Gegner kommt, der vielleicht die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt hat. Sie werden alles daran setzen, hier zu punkten", stellte sich Waldhof-Coach Luc Holtz auf verzweifelte Auer ein, die nach dem letzten Strohhalm greifen. "Das wird eine sehr, sehr enge Partie, die mit Sicherheit wieder auf Augenhöhe geführt werden wird. Wir müssen zuerst einmal wieder gut verteidigen." Denn Mannheim kassierte zuletzt die 1:4-Niederlage in Osnabrück, was noch einmal offensichtliche Schwächen in dieser Saison aufzeigte.
Ferati fällt mehrere Wochen aus
Holtz arbeitete bereits am langfristigen Plan. "Wenn wir keine gute Struktur im Spiel haben, dann wird es gegen jeden Gegner schwierig. Das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendeinen Spieler speziell anvisiere", erklärte der Luxemburger. Geschenke wird Holtz im letzten Saisonabschnitt nicht verteilen, aber womöglich die Weichen für die Zukunft stellen. Immer mit dem klaren Auftrag. "Wir spielen jetzt gegen Aue, und da werde ich überhaupt nicht darauf achten, was nächste Woche ist. Im Fußball soll man ein Spiel nach dem anderen spielen", so Holtz.
Rücksicht auf den Kräfteverschleiß wird der 56-Jährige nicht nehmen, wenngleich in der Länderspielpause das Landespokal-Halbfinale gegen Bruchsal ansteht. "Ich bin ein Trainer, der immer mittel- und langfristig plant. Da denke ich, dass wir besser daran tun, eine hohe Intensität im Training zu haben, bevor die Einheiten zu locker sind. Das ist nicht mein Anspruch, wenn wir uns als Mannschaft entwickeln möchten." Neben den Langzeitverletzten fällt auch Arianit Ferati wegen einer Knieverletzung aus. Womöglich wird der Offensivspieler, der bereits die letzten drei Partien verpasst hatte, erst Ende April wieder zurückkehren. Zurück im Training waren hingegen Janne Sietan, Maximilian Thalhammer und Tim Sechelmann.