Englische Woche: VfL setzt auf "Mentalität eines Goldfisches"
Als Tabellenführer geht der VfL Osnabrück in die Englische Woche. Einen Unterschied in der Herangehensweise wollte Cheftrainer Timo Schultz deshalb nicht machen. Am Dienstagabend (19 Uhr) wird Viktoria Köln an der Bremer Brücke erwartet.
"Kleinigkeiten werden entscheidend sein"
Seit sieben Spielen ist der VfL Osnabrück ungeschlagen. Dadurch haben die Lila-Weißen erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze erobert, was mit einem weiteren Erfolgserlebnis gegen Viktoria Köln bestätigt werden soll. Innerhalb der Englischen Woche geht es schnell weiter. "Ich glaube, jeder Spieler liebt Englische Wochen", so Cheftrainer Timo Schultz. "Das hat ein bisschen die Mentalität eines Goldfisches. Alles, was war, schnellstmöglich vergessen, und direkt wieder auf das nächste Event konzentrieren." Zumal die Lila-Weißen keine Reisestrapazen haben, sondern die Viktoria an der Bremer Brücke begrüßen dürfen.
"Ich denke mal, dass das ein Spiel auf Augenhöhe werden wird, was alle Details angeht. An dem Tag werden die Kleinigkeiten sicherlich entscheidend sein", stellte sich Schultz auf eine enge Partie mit den Kölnern ein. Zumal auch der zurückliegende 3:1-Sieg gegen Aue in der Leistung nicht alles rosarot für Lila-Weiß darstellte. "Aber wir haben die drei Punkte im Sack, die nimmt uns keiner mehr weg", so der VfL-Coach. Und auch die Tabellenführung behielt Bestand. Wird der VfL jetzt anders agieren? "Nein, das Spielfeld ist genauso groß wie vorher. Und wir spielen auch wieder gegen elf Spieler."
Kammerbauer fehlt, Kehl gesperrt
Gegen Viktoria Köln, da war sich Schultz sicher, werden sich die Osnabrücker im Vergleich zu Aue steigern müssen. Patrick Kammerbauer (Adduktorenbeschwerden) wird für den Vergleich noch keine Option sein, während Bjarke Jacobsen uneingeschränkt trainieren konnte. Lars Kehl muss eine Gelbsperre absitzen. In der Englischen Woche wird der Cheftrainer zudem noch auf die nötige Frische bei seinen Spielern achten. "Es ist natürlich nicht viel Training möglich", erinnerte Schultz daran, dass auch das Aue-Spiel nachbereitet und die Partie gegen die Viktoria vorbereitet werden musste.
"Wir haben natürlich hier direkt vor dem Spiel noch die Möglichkeit, um irgendwie Einfluss auf die Jungs zu nehmen", freute sich der VfL-Coach über den Heimvorteil, der in Englischen Woche von größerem Wert war. Schultz ließ sich nichts entgehen: "Ich habe mir die Jungs angeschaut, wie sie aus dem letzten Spiel rauskamen, wer sich wie präsentiert hat, wer dann auch vielleicht zur Viktoria ganz gut passt. Aber auch vom taktischen Ansatz her, weil das ein ganz anderes Spiel wird." Eines, dass der VfL aber wieder für sich entscheiden will, um die Aufstiegsambitionen als bleibender Tabellenführer weiter zu unterstreichen.