1860 will in Lübeck nachlegen: "Nicht mit Konstanz geglänzt"

Mit einem Sieg im Nachholspiel beim VfB Lübeck kann der TSV 1860 München am heutigen Mittwochabend (19 Uhr) den Rückstand zu den Aufstiegsplätzen verringern. Beim Schlusslicht sind drei Punkte fest eingeplant, allerdings warnt Cheftrainer Michael Köllner angesichts der Rostocker Niederlage beim VfB.

"Werde nicht aus den Wolken fallen"

Neun Punkte rangieren die Sechziger aktuell hinter dem Relegationsplatz, den der FC Ingolstadt innehält. Zum direkten Duell mit den Schanzern kommt es erst am letzten Spieltag, doch bis dahin will sich Sechzig alle Optionen auf ein mögliches Endspiel offenhalten. Ein fulminanter Sieg in Halle reicht dafür nach wechselhaften Wochen nicht aus. "Ein Spiel ändert meine Gemütslage nicht. Vor einer Woche habe ich mich wegen einer Niederlage nicht geändert, also werde ich jetzt auch nicht bei einem Sieg aus den Wolken fallen", ließ Michael Köllner in seine Gefühlswelt einblicken, nachdem ihm vor dem Spiel gegen Halle der Kragen geplatzt war. Fakt ist für den Coach: "Es gibt noch 33 Punkte für uns zu holen."

Den nächsten Dreier wollen die Löwen am Mittwochabend an der Lohmühle lösen, doch die Lübecker würden dort nicht das erste Spitzenteam ärgern. "Wenn der Fünfte beim Letzten spielt, dann will man nicht erwarten, dass der Fünfte verliert. Aber Rostock hat vor wenigen Tagen erlebt, dass in Lübeck eine sehr gute Mannschaft ist", erinnerte Kölner an die 0:1-Pleite des Aufstiegs-Konkurrenten zurück. Auch der Ausblick auf das Spiel gegen Dresden am Montag darauf darf die Löwen nicht ablenken: "Die letzten Wochen haben wir nicht mit Konstanz geglänzt, also tun wir gut daran, wenn wir 100 Prozent auf Lübeck fokussiert sind." Im Nachholspiel muss 1860 daher punktgenau abliefern.

Belkahia als Beispiel für Teamgeist

Anreisen wird die Köllner-Elf erst am Mittwochnachmittag. Um 13.15 Uhr ist Abfahrt am Trainingsgelände, via Charterflug geht es nach Lübeck und nach dem Spiel direkt zurück. "Wir werden so gegen 1 oder 2 Uhr zuhause sein." Die Platzbedingungen an der Lohmühle werden derweil wohl nicht die besten sein. "Darauf müssen wir uns einstellen und das Spiel entsprechend angehen." Köllner hat bereits einen Plan – und dass er zuletzt die richtigen Worte gefunden hat, zeigte sich bei Semi Belkahia bewies.

Unter der Woche verlängerte der talentierte Innenverteidiger um zwei Jahre, obwohl er im Oktober noch vor dem Aus bei den Sechzigern stand. "Umso besser, dass sich die Dinge im Fußball schnell drehen können", verwies Köllner – sehr zur eigenen Freude – darauf, dass sich durch die Verletzungs-Konstellation im Sommer eine neue Chance für Belkahia ergab. Am Mittwoch könnte er das Vertrauen gegen Lübeck erneut zurückzahlen. Auch Dennis Erdmann ist nach verbüßter Rot-Sperre wieder eine Option, Daniel Wein dagegen noch nicht. Hinter dem Einsatz von Stefan Lex (Pferdekuss) steht noch ein Fragezeichen.

 
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