1:1 im Nachholspiel: FCS und RWE treten auf der Stelle

Im Nachholspiel des 31. Spieltages trennten sich der 1. FC Saarbrücken und Rot-Weiss Essen am Mittwochabend 1:1 und treten in der Tabelle damit auf der Stelle. RWE liegt als Fünfter nun drei Punkte hinter Rang 3, dem FCS fehlen vier Zähler. Voelcke hatte die Essener nach acht Minuten zunächst in Führung gebracht, ehe Rabihic Mitte der zweiten Halbzeit zum Ausgleich traf (69.).

Artistischer Voelcke zur RWE-Führung

Ein absolutes Verfolgerduell stieg im Nachholspiel am Mittwochabend im Ludwigsparkstadion. Aufgrund der Platz-Probleme wurde die Partie vor rund einem Monat abgesetzt, um das Spiel der Saarbrücker im DFB-Pokal-Halbfinale zu ermöglichen. Beide Mannschaften zeigten sich nicht erst seitdem absolut formstark, wodurch der etwaige Sieger ganz oben anklopfen könnte. Im Vergleich zum späten 1:1 in München musste FCS-Trainer Rüdiger Ziehl einmal tauschen, um den gelb-gesperrten Gaus zu ersetzen. Uaferro startete stattdessen. Essens Trainer Christoph Dabrowski brachte im Vergleich zum 2:0-Erfolg über Mannheim Vonic und Brumme für Kourouma und Doumbouya. Die erste Annäherung gehörte in der vierten Spielminute gleich den Hausherren, als Brünker erst in allerletzter Sekunde bei einem Kopfball am langen Pfosten gestört werden konnte.

Die erste Essener Chance hingegen sorgte gar sofort für die Führung! Eine Ecke brachte Eisfeld als Variante in den Rückraum, wo Müsel abzog, zunächst aber die Latte traf. Der Rebound landete bei Voelcke, der das Leder dann artistisch – und leicht abgefälscht – zum 1:0 über die Linie beförderte (8.). Der FCS musste sich nun erst einmal schütteln, während RWE den Hausherren die Kugel überließ. Stattdessen bekamen die Gäste in der 20. Minute nach einem Konter einen Freistoß aus bester Position zugesprochen – und wieder wurde es gefährlich. Eisfeld schnappte sich die Kugel, schlenzte sie über die Mauer und scheiterte an FCS-Keeper Schreiber, der den Ball mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten lenken konnte. Erst danach wurde der FCS erstmals selbst in der Offensive aktiv. Erst wollte Brünker nach einem Zweikampf mit Götze einen Strafstoß, den er wohl zurecht nicht bekam (24.), ehe Götze dann beim Rückspiel eine Ungenauigkeit unterlief, die Golz gegen Stehle im Eins-gegen-Eins löschen konnte (26.).

So plötzlich wie die offensive Durchschlagskraft der Saarländer begann, endete sie aber auch wieder. Die Partie wurde in den Folgeminuten immer zerfahrener. In der 31. Spielminute zog Brumme aus gut 30 Metern mal ab, doch stellte Kerber seinen Fuß dazwischen, sodass die Kugel aufs Tordach flog. Die Zweikämpfe wurden Richtung Halbzeit immer intensiver. Essens Vonic übertrieb es dabei ein wenig und sah die erste Gelbe des Abends (36.). Die letzte Chance des ersten Durchgangs gehörte dann aber doch dem FCS. Mit großer Übersicht legte Kerber, der rechts zu viel Platz bekam, in den Rückraum auf Civeja, welcher es zwar sofort probierte, RWE-Schlussmann Golz allerdings vor keine Probleme stellte (42.). Kurz darauf ging es mit der knappen Essener Führung in die Pause.

Rabihic veredelt Saarbrücker Sturmlauf

Ohne personelle Veränderungen begann nach der Verschnaufpause der zweite Durchgang, in den die Saarbrücker überaus stark starteten. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Uaferro im Zuge eines Eckstoßes zu einem Kopfball kam, den Golz gerade noch so mit dem Kopf von der Linie befördern konnte. Die Kugel blieb beim FCS und landete nach einer weiteren Flanke am langen Pfosten bei Zeitz, der aber zu überrascht war, den Ball nicht mehr gedrückt bekam und über die Latte köpfte. Auf der Gegenseite versuchte sich Brumme aus der Distanz, schoss aber Kerber ab (49.). In der Folge wurde es etwas ungenauer, sodass sowohl Boeder (51.) auf der einen als auch Vonic (53.) auf der anderen Seite gute Chancen vertendelten. Götze hatte genug des Tempos und unterband einen Freistoß, was eine gelbe Karte zur Folge hatte (55.). Es blieb aber intensiv. Nach einer unzureichenden Faustabwehr von Golz landete die Kugel bei Kerber, der den Heber versuchte, diesen jedoch aufs Tor setzte (59.).

Aufregung herrschte in der 63. Minute, als der Ball nach einem FCS-Einwurf an den Arm von Müsel sprang, ein Elfmeterpfiff aber erneut ausblieb. Aber auch aus dem Spiel blieben die Gastgeber gefährlich. Nach einem starken Steckball von Rabihic tankte Stehle sich durch, schoss allerdings direkt in die Arme von Golz (66.). Drei Minuten später war es dann aber so weit: Joker Naïfi zog stark in die Mitte und legte auf für den ebenfalls gekommenen Rabihic, der maßgenau ins linke untere Eck zum 1:1 traf. Der FCS hatte nun Blut geleckt und wollte das Spiel komplett drehen. Nach 71 Minuten fiel Brünker der Ball am RWE-Fünfer vor die Füße, doch konnte Kaiser gerade noch so retten. Und die Chancen rissen nicht ab. Nur wenig später verlor Harenbrock die Kugel im Zentrum an Rabihic, der aus 20 Metern schlenzte, das Tor diesmal aber knapp verfehlte (75.).

RWE zeigte sich nur ganz kurz geschockt. Im Zusammenspiel der Joker trat Berlinski nach Vorlage von Young aus bester Position jedoch am Ball vorbei (79.). Die absolute Schlussphase war angebrochen. Beide Mannschaften wollten nun den Dreier, um auf Platz 3 aufzuschließen. Hierbei ging die Stringenz in den Angriffen etwas verloren, doch der FCS blieb tonangebend. Viele Flanken flogen nun durch die Sechzehner. Die gefährlichste landete bei Kerber, der direkt in die Arme von Golz köpfte (90.). In der Nachspielzeit drückten die Gastgeber dann mit aller Kraft. So konnte Stehle per Fallrückzieher abschließen, doch rettete Götze auf der Linie (90.+2.). Ein weiterer Schuss von Naïfi wurde in allerletzter Sekunde geblockt (90.+3.). Entsprechend ging die Partie mit dem 1:1 über die Ziellinie. Saarbrücken nimmt so Rang 6 ein und weist vier Punkte Rückstand auf den SC Preußen Münster auf Platz 3 auf. Essen liegt einen Rang und einen Punkt darüber und hat drei Punkte Rückstand. Für den FCS geht es im nächsten Spiel gegen den Halleschen FC. Essen empfängt Ingolstadt.

   

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