11. Januar 2018 um 18:12 Uhr

Große Transfer-Flaute in der 3. Liga: Erst elf Neuzugänge

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© 1. FC Magdeburg

Die Drittligisten haben in den letzten Wochen erst elf neue Spieler verpflichtet. Angesichts der ambitionierten Aufgaben für einige Teams erscheint die Flaute im winterlichen Transferfenster sehr überraschend. liga3-online.de gibt einen Überblick, wer sich bislang verstärkt hat und wer dringend noch auf dem Spielermarkt tätig werden sollte.

Bei sechs Vereinen hat sich bisher nichts getan

Den elf Neuzugängen stehen bislang auch nur neun Abgänge gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr, als 43 neue Spieler und 37 Abgewanderte zu Buche standen, herrscht in diesem Jahr statt großer Fluktuation regelrechte Flaute. Inwiefern die finanzielle Situation einiger Vereine eine Tätigkeit auf dem Transfermarkt unterbindet, ist spekulativ, die Bilanz der bisherigen Wechsel zeigt jedoch klar auf, dass gerade die Vereine im vermeintlich gesicherten Mittelfeld kaum Notwendigkeit sehen, noch einmal ins Kadergefüge zu investieren. So haben bislang sechs Vereine weder einen Neuzugang noch einen Weggang verkraften müssen. Dass mit Unterhaching, Aalen, Würzburg, Jena und Halle fünf Mannschaften auf den Positionen zwischen Rang 5 und 13 darunter sind, lässt vermuten, dass man dem Kader auch die anstehenden Aufgaben in der restlichen Rückrunde zutraut.

Wie investieren Chemnitz, Erfurt und Lotte?

Lediglich beim Chemnitzer FC hat sich noch gar nichts getan, wenn man von der Verpflichtung David Bergners als Trainer einmal absieht. Da die Chemnitzer mit 37 Gegentoren an den ersten 20 Spieltagen die schlechteste Abwehr der Liga stellten, sollten die Himmelblauen jedoch dringen den Markt an Defensivspielern sondieren. Ähnlich sieht es auch beim Tabellenletzten Rot-Weiß Erfurt aus, die mit Christoph Menz zuletzt einen folgenschweren Abgang verkraften mussten. Welche Spieler sich angesichts der prekären Situation der Thüringer überhaupt zum Verein locken lassen, ist sehr fraglich. Zuletzt testete RWE unter anderem Nermin Crnkic. Die Sportfreunde Lotte mussten in der Winterpause auch einen großen Aderlass über sich ergehen lassen. Erst verließ Topstürmer Al Ghaddioui den Verein in Richtung Regensburg, dann gingen auch Jonas Acquistapace (Zwickau) und Luka Tankulic (SV Meppen). Mit Mats Facklam (Eichede) kam erst ein Neuzugang ins Tecklenburger Land. Bedarf für weitere Neuzugänge sehen die Verantwortlichen momentan nicht. 

Drei Spieler wechselten ligaintern

Während auch die Transferkönige Zwickau und Wiesbaden (je zweimal) äußerst zurückhaltend zuschlugen, wechselten immerhin drei Spieler zu einem ligainternen Konkurrenten. So schloss sich der Ex-Lotter Acquistapace dem FSV Zwickau an, stürmt Luka Tankulic nun für Meppen statt für die Sportfreunde und Neu-Kölner Christoph Menz wird im Spiel gegen Erfurt auf seinen alten Verein treffen. Im vergangenen Jahr wechselten noch sechs Spieler während des Winters die Seiten. Bis zum 31. Januar haben die Vereine noch Zeit, die bislang maue Transferbilanz dieser Saison auszubauen.

 

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  • Karl Murx

    Der DFB ist seit Jahren weder ungeeignet, sein Premiumprodukt (haha) 3. Liga zu führen, noch eine vernünftige Aufstriegsregelung in diese 3. Liga zu beschließen. Letztlich interessiert diesen Verband nur seine Nationalelf, was die "niederen" Vereinen unter seiner Hoheit angeht, ist Grindel und Co. egal. Dort wird das Geld immer knapper, folglich finden Transferrekorde anderswo statt.

  • Herr Hornbach

    Was für ein sinnfreier Artikel auf dieser Seite. Warum sollten Mannschaften permanent ihr Personal wechseln, wenn sie mit dem derzeitigen zu frieden sind? Winterneuzugänge sind doch in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt. Und so locker sitzt beim "Premiumprodukt" Dritte Liga nunmal das Geld nicht.

  • Philipp Schramm

    Liegt eventuell auch daran, das derzeit einige Vereine in der Finanzierungskrise stecken und sich auf Grunde dessen nicht noch weiter verschulden möchten.
    Oder im anderem Falle es manche Vereine nicht für nötig halten, ihren Kader aufzustocken.

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