Würzburg verliert knapp gegen Köln – Verl unterliegt dem HSV

Am Montagabend schickten sich mit dem SC Verl und den Würzburger Kickers zwei weitere Drittligisten an, im DFB-Pokal für Überraschungen zu sorgen. Verl zeigte gegen den Hamburger SV zwar eine starke erste Halbzeit, war jedoch in der Defensive zu anfällig, sodass am Ende eine 0:3-Niederlage zu Buche stand. Würzburg nahm gegen den 1.FC Köln sogar eine 1:0-Führung mit in die Halbzeit, gab das Spiel aber in der zweiten Halbzeit aus der Hand. Am Ende verloren die Kickers knapp mit 1:2.

SC Verl 0:3 Hamburger SV

Dominante Verler patzten im Spielaufbau

Verl-Trainer Orest Shala nahm im Vergleich zur bitteren Niederlage gegen Duisburg (2:4) drei Wechsel vor: Seidel, Eze und Clausen ersetzten Lehmann, Otto und Mesanovic. HSV-Trainer Merlin Polzin beorderte im ersten Pflichtspiel der Saison mit Bornauw, Adeline und Daka drei Neuzugänge in die Startelf. Zudem verhalf er den beiden Youngstars Lemke und Nandja zu ihrem Startelfdebüt. Für einen schönen Rahmen sorgten die Verler Fans, die ihre Mannschaft mit einer sehenswerten Choreografie begrüßten.

Und auch auf dem Rasen gab der Drittligist gleich eine gute Figur ab. Verl ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, auch gegen einen Bundesligisten seinem spielerischen Ansatz treu bleiben zu wollen und riss das Spielgeschehen an sich. Folglich verzeichnete der SCV auch die erste gute Chance der Partie: Clausen kam von der Strafraumkante zum Abschluss und setzte den Ball nur knapp den Pfosten (13.). Kurz darauf kam Leipold zum Abschluss, scheiterte aber an HSV-Keeper Tangvik (15.).

Auch in der Folge spielte fast ausschließlich der SC Verl, während der HSV nur schwerlich ins Spiel fand. Erst nach gut einer halben Stunde kamen die Hanseaten etwas besser rein und verzeichneten durch Adeline den ersten nennenswerten Abschluss (40.). Kurz darauf versprang SCV-Verteidiger Vogler der Ball im Aufbauspiel. Grönbaek spritzte dazwischen und versenkte den Ball im Tor. Verl-Keeper Schlieck war machtlos, da der Schuss noch abgefälscht war (41.). Mit der 1:0-Führung für den Bundesligisten ging es dann auch in die Kabine – ein unglücklicher Zwischenstand für die über weite Strecken überlegenen Verler.

HSV-Doppelschlag kurz nach der Pause

Im zweiten Durchgang erwischten die Ostwestfalen dann aber einen Horror-Start. Grönbaek dribbete Eze am linken Strafraumeck aus und versenkte den Ball anschließend im kurzen Eck. Das 2:0 für Hamburg – nur rund 40 Sekunden nach Wiederbeginn (46.). Und damit nicht genug. Wenig später setzte der Bundesligist im Gegenpressing vehement nach, eroberte sich so den Ball zurück und spielte Lemke frei. Der 16-Jährige fasste sich von der Strafraumkante ein Herz und versenkte die Kugel zum 3:0 (50.).

Verl schüttelte sich kurz und versuchte in Person von Farouk zu antworten, dessen Versuch per Freistoß nur knapp am Tor vorbeizischte (54.). Kurz darauf nahm Shala einen Dreifachwechsel vor. Die Ostwestfalen hatten das Spiel mittlerweile zwar wieder unter Kontrolle, schafften es nun aber kaum noch, die Defensive des Bundesligisten in Bedrängnis zu bringen. Offensiv tat der HSV nicht mehr mehr als nötig. Dennoch hatte Philippe in der 82. Minute das vierte Tor auf dem Fuß, doch der Joker verzog knapp.

Zum Abschluss der Partie verzeichnete Verl dann noch mal zwei gute Abschlüsse: Ein weiterer Farouk-Freistoß flog nur knapp am Tor vorbei (90.) und kurz darauf zwang Clausen HSV-Keeper Tangvik mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade (90+2.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Lars Erbst die Partie ab und besiegelte damit das Ausscheiden des SCV, der erstmals nach sechs Jahren wieder dabei war. Im Ligabetrieb geht es am Samstag gegen Fortuna Köln weiter.

 

Würzburger Kickers 1:2 FC Köln

Abrangao bringt die Kickers in Führung

Im Vergleich zum überzeugenden 4:0 gegen Wiesbaden veränderte Würzburg-Coach Michael Schiele seine Startelf zweimal: Pokal-Keeper Rajkovacic ersetzte Hipper im Tor, zudem durfte Ochs anstelle von Franjic beginnen. Kölns Trainer René Wagner schickte im ersten Pflichtspiel der Saison mit Lochoshvili und Mensah zwei Neuzugänge ins Rennen.

Die Anfangsphase gehörte dem Bundesligisten, der in der 8. Minute die erste gute Chance verzeichnete. Ache kam nach einer Ecke zum Kopfball, den Rajkovacic im Kickers-Tor mit einer starken Parade ums Tor lenkte. Auch in der Folge war Köln die dominante Mannschaft, doch der Führungstreffer sollte auf Seiten des Drittligisten fallen: Abrangao bugsierte eine Kraus-Flanke auf unkonventionelle Weise an Schwäbe vorbei ins Tor (18.).

Köln verzeichnete in der Folge viel Ballbesitz, fand gegen geschickt verteidigende Würzburger aber kein Durchkommen. Und wenn die Rheinländer doch mal zum Abschluss kamen – so wie durch El Mala in der 27. Minute – dann war FWK-Keeper Rajkovacic zur Stelle. Würzburg konzentrierte sich in erster Linie aufs Verteidigen. In der Offensive wurden die Rothosen vor allem über Standards gefährlich. Vor der Pause sollte allerdings kein weiterer Treffer mehr fallen, sodass es mit einem 1:0 für die Kickers in die Kabinen ging.

Johannesson dreht die Partie per Doppelpack

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern in der ausverkauften Akon-Arena dasselbe Bild. Köln lief unermüdlich an, fand jedoch keine Mittel gegen die gut gestaffelte Würzburger Abwehr. So musste ein Treffer aus dem Nichts herhalten: Nach einem schnell ausgeführten Einwurf kam der Ball über Bülter zu Johannesson, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte (62.). Kurz darauf jubelte Johannesson erneut, doch diesmal lag eine Abseitsstellung vor, sodass der Treffer keine Anerkennung fand (64.). Einige Minuten später rettete Rajkovacic die Kickers mit einer guten Parade gegen Ache vor dem Rückstand (71.).

Würzburg gelang es nun deutlich schlechter als noch vor der Halbzeit, die Kölner vom eigenen Tor fernzuhalten. Das rächte sich in der 77. Minute, als Johannesson an der Strafraumkannte zu viel Platz hatte und den Ball sehenswert an den Innenpfosten schlenzte, von wo die Kugel ins Tor sprang – 2:1 für den Effzeh! Kickers-Trainer Schiele wechselte in der Folge offensiv, um eine Schlussoffensive einzuläuten. Auf Kölner Seite ließ der eigewechselte Dallinga bei einem Konter die Entscheidung liegen (88.). Und so bot sich den Kickers tatsächlich noch die Großchance zur Verlängerung: Ein Franjic-Freistoß kam zu Omore, der den Ball an den Pfosten bugsierte (90+3.)! Somit war Würzburgs Ausscheiden trotz einer starken Vorstellung besiegelt. Am Samstag reisen die Kickers nun zu Tabellenführer MSV Duisburg.

   

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