"Wollen natürlich Druck ausüben": Münster fordert die Top-Offensive
Preußen Münster hat mit dem 2:1 bei der U21 des VfB Stuttgart den perfekten Start in die Englische Woche erwischt. Schon am Mittwochabend (19 Uhr) unter Flutlicht wartet auf den Tabellendritten die nächste große Prüfung: Mit dem 1. FC Saarbrücken gastiert der Vierte und ein erklärter Aufstiegskandidat im nahezu ausverkauften LVM-Preußenstadion. Mit 14 Treffern stellt der FCS zugleich die bislang beste Offensive der Liga.
Preußen will selbst Druck aufbauen
In einem Interview auf der Vereins-Homepage spricht Trainer Thomas Wörle von einem "ambitionierten Verein mit einem der erfahrensten Kader der Liga", die individuelle Qualität mit klarer Struktur und Variabilität verbindet. Beim 6:1 in Meppen stellte Saarbrücken seine Offensivstärke eindrucksvoll unter Beweis, ehe es zuletzt eine 0:1-Niederlage gegen den FC Ingolstadt setzte.
Nur reagieren wollen die Adlerträger deshalb nicht. "Wir wollen natürlich Druck ausüben, werden aber unterschiedliche Spielphasen beherrschen müssen", erklärte Wörle. Zwar beschäftige sich sein Team intensiv mit den Stärken des Gegners, zugleich gehe es sehr klar darum, "was wir einbringen können".
Dabei setzt der 44-Jährige auch auf die Unterstützung von den Rängen. Gerade im zweiten Spiel binnen weniger Tage könne die Kulisse zusätzliche Kräfte freisetzen, wenn die Beine schwer werden. Die Verantwortung bleibt dennoch klar bei seiner Mannschaft: "Der erste Schritt muss immer von uns aus gehen."
Adlerträger mit wachsender Mentalität
Dass Münster inzwischen auch Widerstände wegstecken kann, zeigte der Sieg gegen Stuttgart. Nach frühem Rückstand kämpften sich die Adler zurück und drehten erstmals in dieser Saison eine Partie. "Man wünscht sich ja immer, dass die Dinge glatt laufen, aber das ist einfach nicht das Leben, das ist auch nicht der Fußball", sagte Wörle.
Entscheidend sei der Umgang mit solchen Situationen. "Ich glaube, wir spüren, dass wir damit umgehen können." Für den Trainer wächst daraus zunehmend ein eigenes Selbstverständnis. Die Mannschaft sei dabei, ihre Mentalität weiterzuentwickeln und schwierige Phasen geschlossen zu überstehen. Gegen die Saarbrücker Top-Offensive dürfte genau das erneut gefragt sein.
Personell muss Wörle weiterhin auf Luca Bolay, Marvin Schulz, Malik Batmaz, Simon Scherder und Niko Koulis verzichten. Auch für Oscar Vilhelmsson kommt ein Einsatz noch zu früh. Joshua Mees steht nach seiner Erkrankung ebenfalls nicht zur Verfügung.