"Es war nicht alles schlecht": Alles auf Anfang beim SVWW
Nach dem Aus von Daniel Scherning sollen Frank Steinmetz und Giuliano Modica beim sieglosen Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden eine Trendwende herbeiführen. Die Interimscoaches haben für den Start in ihre Mission am Mittwoch (Anstoß 19 Uhr) bei Aufsteiger Fortuna Köln nur zwei Tage.
"Es gibt Ansätze, den Hebel umzulegen"
Durch den Zeitmangel lag die Hauptaufgabe nach dem Trainerwechsel auf der Hand: die letzte nach fünf Runden noch sieglose Drittliga-Mannschaft starkreden. Steinmetz ließ in einem Vereinsvideo auch keine Gelegenheit dazu aus: "Es war nicht alles gut, aber vor allem war nicht alles schlecht. Auf dieser Basis werden wir die nächste Zeit gestalten."
Zu etwaigen Plänen für personellen oder taktischen Änderungen machte der 56-Jährige keine Angaben und betonte dafür seine Überzeugung von der Qualität des SVWW-Kaders: "Wir haben uns in allen Spielen Chancen erarbeitet und hatten auch oft einen hohen Expected-goals-Wert. Mir ist klar, dass wir uns dafür nichts kaufen können, aber es gibt ein paar Ansätze, den Hebel umzulegen", sagte Steinmetz weiter.
"Werden gewappnet sein"
Entsprechend sieht der Hesse sein Team für die Aufgabe in Köln gerüstet: "Die Fortuna ist eine sehr intensive Mannschaft mit viel Mentalität in jeder Spielphase. Man hat bisher gemerkt, dass sie als Aufsteiger von einer Euphorie getragen werden, durch die sich keiner für einen Weg mehr zu schade ist. Aber wird werden gewappnet sein dagegenzuhalten."
In der Vorbereitung auf die Reise an den Rhein stellte sich Steinmetz nach eigenen Angaben die Frage nach einem weiteren Einsatz an der Seitenlinie am Wochenende gegen Spitzenreiter MSV Duisburg nicht: "Daran habe ich null komma null Gedanken verschwendet. Es geht nur um das Spiel in Köln." Mit frischem Wind soll beim Aufsteiger der erste Sieg in dieser Saison her.