"Wohl ein, zwei Rippen durch": Große Sorgen um Würzburgs Hägele

Den Sieg gegen Alemannia Aachen müssen die Würzburger Kickers womöglich teuer bezahlen. Kapitän Daniel Hägele hat sich in der ersten Halbzeit schwerer verletzt und nach ersten Befürchtungen einen Rippenbruch erlitten.

"Es sieht nicht so gut aus"

Knapp 20 Minuten waren am Dienstagabend auf dem Dallenberg gespielt, als es zu einem Laufduell zwischen Hägele und Wagner kam. Der Kickers-Kapitän setzte zur Grätsche an, ging dabei runter und klärte den Ball. Es kam zu einem Kontakt beider Spieler, dabei trat ihm Wagner mit dem rechten Stollen unglücklich und unabsichtlich auf den Brust-/Bauchbereich. Sofort wurde medizinische Hilfe angefordert, auf den Rängen wurde kurzzeitig still. Nach wenigen Minuten konnte Hägele aber wieder aufstehen und den Platz unter dem Applaus der Fans verlassen.

Für den 37-Jährigen ging es noch während der Partie ins Krankenhaus. "Es sieht nicht so gut aus", sagte Trainer Michael Schiele im Anschluss am "MagentaSport"-Mikrofon und befürchtete, dass "ein, zwei Rippen durch" sein könnten. "Auch die Sauerstoffsättigung ist runtergegangen. Das hat schon blöd ausgesehen." Er wolle Wagner nichts unterstellen, "aber in so einer Situation kann man auch mal drüber springen", meinte Schiele in Richtung des Aacheners. Wie lange der Mittelfeldspieler nun ausfallen wird, ist noch offen.

Sieg "erarbeitet"

So war die Freude über den ersten Sieg nach zuvor drei zum Teil sehr deutlichen Niederlagen etwas getrübt. "Wir haben uns das erarbeitet", meinte Schiele. Den Treffer für die Kickers erzielte Tarsis Bonga nach 41 Minuten mit dem Kopf: "Das Tor macht er top." Bonga selbst blieb dagegen bescheiden und lobte Flankengeber Liam Omore: "Er macht das schon gut, wir trainieren das sehr oft und sehr viel. Ich musste mich gar nicht mehr viel bewegen, sondern nur noch mit meinen Kopf mit viel Wucht dahingehen."

Auch Torhüter Marko Rajkovacic, den Schiele nach der Partie in Essen noch öffentlich kritisiert hatte, trug mit mehreren starken Paraden seinen Teil zum Sieg bei. "Das war eine Top-Leistung", so der Kickers-Coach. Auch insgesamt habe sein Team "gut verteidigt" und "sehr disziplinierte" 90 Minuten gezeigt, hielt Schiele fest, merkte aber auch kritisch an, "dass wir nach der Halbzeit das zweite oder dritte Tor machen müssen". Doch das war erstmal nur Makulatur. "Wir freuen uns, dass wir zu Null gespielt und gewonnen haben. So müssen wir jetzt weitermachen." Bereits am Freitagabend geht es für die Kickers, die mit dem Erfolg die Abstiegsplätze verlassen haben, in Verl weiter. Dann aller Voraussicht nach ohne Hägele.

   

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