"Wir wissen, wie es geht": 1860 fährt entschlossen nach Freiburg

Mit erfolgreichen Auftritten in den kommenden Wochen will 1860-Coach Michael Köllner ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich in Freiburg (Sonntag, 13 Uhr), wo die Münchner Löwen nicht nur abwarten und reagieren werden. Dank eines guten Auswärts-Supports wollen die Sechzger das Spiel an sich reißen.

"Müssen sie zu Fehlern zwingen"

Am Mittwochabend erhielt Michael Köllner einen wichtigen Anruf von Günther Gorenzel: Der Sport-Geschäftsführer hatte sich beim Eishockey-Sport die Schulter verletzt. Auf nächtlicher Tour holte der Cheftrainer seinen Chef in Erding ab, zuvor war dem Übungsleiter aber nicht die Partie der Freiburger in Halle entgangen – nun haben die Löwen selbst den SCF II vor der Brust. "Mit abwartendem, reaktiven Fußball hast du eigentlich keine Chance. Wir müssen gut unterwegs sein und sie zu Fehlern zwingen", gab Köllner als sportliche Richtung vor.

Die Herangehensweise der U23-Mannschaft aus dem Breisgau sei von Auftritt zu Auftritt stilecht, die Orientierung am Profi-Team in Hinsicht auf Formation und Spielweise unverkennbar. Obwohl Freiburg II den Klassenerhalt als Aufsteiger und jüngste Mannschaft der Liga nahezu sicher hat, erwartete Köllner kein Abweichen von der fußballerischen Linie. "Wir wissen, wie es gegen sie geht", erinnerte der 1860-Coach zugleich an den 6:0-Sieg im Hinspiel. "Es wird ein schweres Unterfangen. Grundsätzlich fahren wir aber hin, um zu gewinnen. Das muss über allem stehen, was wir tun. Da brauchen wir nicht drumherum reden."

Trio vor Rückkehr

Im Mannschaftsbus werden dann wieder Marco Hiller (nach Covid-19-Erkrankung), Stephan Salger (nach Verletzung am Sprunggelenk) und Phillipp Steinhart (nach Magen-Darm) sitzen. Auch Günther Gorenzel kann die Reise nach Freiburg mitmachen – genauso wie rund 1.600 Fans der Münchner Löwen. Ein Faustpfand, wie Köllner fand: "Es wird ein großer Fan-Support von Sechzig vor Ort geben. Den werden wir auf jeden Fall brauchen." Denn gerade bei der vermeintlich schwächeren Heimkulisse könnten die mitgereisten Münchner eine erfolgreiche Wirkung erzwingen. Das Übrige muss 1860 auf den Platz bringen – und Köllner war sich sicher: "Wenn wir die Form, die wir gegen Saarbrücken gezeigt haben, in den letzten sechs Spielen mitbringen, dann werden wir noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitsprechen."

Dazu will sich der Oberpfälzer vorwiegend auf die eigenen Stärken besinnen. Ergebnisse der Konkurrenten spielen keine Rolle. "Ich werde mich nicht vor den Fernseher setzen und 15 Mal in den Rosenkranz beten", kündigte Köllner an. "Der liebe Gott wird nicht da sitzen und alle verlieren lassen, nur weil ich Trainer bei 1860 bin." Der Einfluss des 52-Jährigen auf die eigene Mannschaft ist gleichzeitig natürlich unbestritten, auch in der Vorbereitung auf den Gegner. "Manchmal brauchst du das perfekte Aufbauspiel, manchmal musst du gut pressen", verglich Köllner die unterschiedlichen Herangehensweisen in einer Trainingswoche. Klar war: "Jeder Gegner gibt dir Chancen und du musst schauen, ob es sich mit deinen Stärken verträgt. Wenn das so ist, kannst du gewinnen." So soll es aus Sechzger Sicht am Sonntag kommen.

 
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