"Wenn wir so weitermachen": Gindorf und Schroers winkt Rekord
Durch das 3:1 in Regensburg blieb Alemannia Aachen zum achten Mal in Folge ungeschlagen – und liegt als Tabellensiebter vorerst nur noch einen Punkt hinter dem SC Verl. Einmal mehr machten Lars Gindorf und Mika Schroers mit ihren Toren den Unterschied. Dem Duo winkt im Endspurt der Saison noch ein Drittliga-Rekord.
Nur zwei Tore fehlen noch
41 Mal! So oft trafen Pascal Testroet und Justin Eilers in der Saison 2015/16 für Dynamo Dresden – und sind damit das bis dato erfolgreichste Sturmduo der Drittliga-Geschichte. Möglicherweise aber nicht mehr lange, denn Lars Gindorf (22 Treffer) und Mika Schroers (18 Tore) stehen zusammen nun schon bei 40 Treffern. Nur zwei Tore fehlen somit noch zum alleinigen Rekord. "Wenn wir so weitermachen, werden wir uns den Rekord vielleicht noch holen", sagte Gindorf bei "MagentaSport", nachdem er zuvor doppelt getroffen und die Partie damit innerhalb von nur drei Minuten gedreht hatte.
Für den Stürmer waren es die ersten beiden Tore seit Anfang März. Im Umfeld wurde bereits gezählt, was den 24-Jährigen aber nicht gestört habe. "Es hat mich selber genervt, dass ich nicht getroffen habe. Ich hatte genug Chancen. Aber es gibt Spiele, da geht nicht jeder Ball rein und dann gleich zweimal." Beim ersten Treffer, der zum Ausgleich führte, war zwar auch Regensburgs Oliveira dran, Gindorf betonte aber mit einem Grinsen: "Das war auf jeden Fall mein Treffer."
"Da haben wir etwas vor"
Dass die Alemannia mit dem achten Spiel in Folge ohne Niederlage und dem siebten Sieg in diesem Zeitraum die Erfolgsserie weiter fortsetzte, machte Trainer Mersad Selimbegovic "sehr glücklich, stolz und zufrieden". Nach dem Rückstand zur Pause sei die Mannschaft "sehr sauer" gewesen und habe die Partie unbedingt drehen wollen, was dann auch gelang. "Ich war überzeugt davon, dass wir dieses Spiel nicht verlieren können, weil wir in der ersten Halbzeit so dominant aufgetreten sind." Wohl dem, der einen Gindorf und Schroers in seinen Reihen hat.
Ein Lob sprach Selimbegovic aber auch den über 1.000 mitgereisten Fans aus: "An einem Freitagabend über 600 Kilometer zu fahren, ist auch eine Leistung. Deswegen freue ich mich, dass das jeder, der es mit der Alemannia hält, genießen kann." Er selbst werde das nun mit seiner Familie tun, die in Regensburg wohnt. 17 Jahre lang war Selimbegovic einst für den Jahn tätig. "Es war schön wieder hier zu sein." Einen zusätzlichen freien Tag gewährte er seiner Mannschaft aber nicht, schließlich steht nächsten Freitag der Westschlager gegen den MSV Duisburg an. "Da haben wir etwas vor." Vielleicht knacken Gindorf und Schroers bereits in dieser Partie den Rekord.