Nach Vertragskündigung: Ismaik lässt rechtliche Schritte prüfen
Nachdem der e.V. des TSV 1860 München am Donnerstag den Kooperationsvertrag mit Investor Hasan Ismaik gekündigt hatte, machte der Jordanier nun deutlich, dass er die Auflösung der Vereinbarung nicht einfach hinnehmen will.
"Unsere vertraglichen Rechte wahren"
In einem Statement gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" erklärte Ismaik, dass die Kündigung zunächst die Entscheidung des Vereins sei. "Wenn der Verein der Ansicht ist, dass die Kündigung des Kooperationsvertrags der richtige Weg für seine Zukunft ist, dann ist das seine Entscheidung", sagte der 48-Jährige. Gleichzeitig kündigte der Gesellschafter an: "Wir unsererseits werden diesen Schritt sorgfältig und unter rechtlichen Gesichtspunkten prüfen und dabei alle unsere vertraglichen Rechte wahren."
Mit der Kündigung des Kooperationsvertrags durch den e.V. hat sich die Situation bei den Löwen weiter zugespitzt. Da das Spielrecht künftig beim Stammverein liegt, verliert die KGaA ihre bisherige Grundlage für den Profispielbetrieb. Welche rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen daraus entstehen, ist derzeit noch offen.
"Was mich wirklich traurig stimmt …"
Neben der angekündigten juristischen Prüfung äußert sich Ismaik auch emotional zum Bruch mit dem Verein. "Was mich wirklich traurig stimmt, ist nicht die Kündigung einer Vereinbarung an sich", sagt der Investor. Vielmehr bedauere er, "dass eine fünfzehnjährige Reise zu Ende gegangen ist, ohne dass es uns allen gelungen ist, das Maß an Vertrauen und Zusammenarbeit aufzubauen, das der Verein gebraucht hätte, um voranzukommen".
Unterdessen wächst auch der Druck auf die KGaA. Nach dem Verlust der Drittliga-Lizenz hat die aktive Fanszene bereits dazu aufgerufen, erworbene Dauerkarten zurückzugeben und den Kaufpreis erstatten zu lassen. Für die wirtschaftlich ohnehin schwierige Lage der Gesellschaft könnte dies zusätzliche Folgen haben. Es droht die Insolvenz.