Waldhof bestätigt: Gästekabine nach Pokalderby beschädigt

Beim Pokalderby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hatten vor einer Woche nicht nur die schweren Ausschreitungen für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch die Schäden in der Gästekabine nach der Partie. Der Waldhof bestätigte diese nun.

"Verlangen, dass die Kabine vernünftig verlassen wird"

Nachdem sich bislang weder die Verantwortlichen der Roten Teufel noch der Buwe zu den Schäden in der Gästekabine geäußert und einige Lautern Fans gar den Vorwurf von KI-gefakten Bildern aufgebracht hatten, sagte Mannheims Finanz-Geschäftsführer Frank Baumgarte am Sonntag während der Halbzeitpause des Auswärtsspiels beim TSV Havelse gegenüber "MagentaSport" nun: "Von unseren Fans verlangen wir, dass sie sich auf den Tribünen benehmen. Somit verlangen wir auch von den gegnerischen Spielern, dass sie – zumindest nach dem Duschen – ein bisschen abgekühlt sind und die Kabine vernünftig verlassen."

Dass die Bilder aus der Kabine überhaupt veröffentlicht wurden, bezeichnete Baumgarte indes als "unglücklich" – und konnte sich auch nicht erklären, wie diese ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Der Waldhof selbst habe die Bilder laut Baumgarte jedenfalls nicht in den Umlauf gebracht – auch darüber war in den letzten Tagen spekuliert worden. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens machte Mannheims Finanz-Geschäftsführer nicht.

Baumgarte lehnt Übernahme für Polizeikosten ab

Indes läuft die Aufarbeitung der Ausschreitungen. Noch bis Dienstag haben die Buwe Zeit, ihre Stellungnahme beim DFB abzugeben. Anschließend wird das Sportgericht in den nächsten Wochen über das Strafmaß entscheiden. Die Buwe müssen dabei mit einer hohen Geldstrafe rechnen, zumal sie als Wiederholungstäter gelten. Ein nicht unwesentlicher Teil der Prämien für das Erreichen der ersten Runde von 228.000 Euro wird somit an den DFB zurückfließen. Baumgarte betonte zudem, dass jeder für Strafen ausgegebene Euro an anderer Stelle fehle – etwa für Infrastrukturmaßnahmen oder andere Investitionen des Vereins.

Im Zuge der Krawalle waren auch wieder Stimmen lauter geworden, wonach die Klubs die Kosten für die Polizeieinsätze bei Risikospielen künftig selbst zahlen sollen. Davon hält Baumgarte allerdings nichts: "Es geht dabei um Einflussnahme. Wir haben wenig Einfluss darauf, wie viele Polizeikräfte eingesetzt werden." Dinge wie die Anzahl der Ordnungskräfte könnten vom Verein geregelt werden, die Sicherung des öffentlichen Raums sei jedoch nichts, was an die Vereine weitergegeben werden sollte, meinte Baumgarte. Die Debatte darüber dürfte nach den Vorfällen nun aber wieder an Fahrt aufnehmen.

 

   

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