"Haben uns vorführen lassen": Jahn geht in Hoffenheim unter
Nach dem Sieg zum Auftakt musste Jahn Regensburg beim 1:5 in Hoffenheim nun bereits die zweite Niederlage in Folge einstecken – und ging dabei regelrecht unter. Trainer Sascha Hildmann zeigte sich nach der höchsten Auswärtspleite in der 3. Liga seit zwölf Jahren überrascht.
"Sehr schmerzhafte Niederlage"
Kurz, aber recht deutlich fiel sie nach Spielende aus, die Ansage der mitgereisten Fans an die Spieler, als diese vor den Gästeblock kamen. Denn fünf Gegentore in einem Drittliga-Spiel hatte der Jahn zuletzt im August 2024 in Dortmund kassiert. "Ich kann den Frust der Fans verstehen", sagte Trainer Sascha Hildmann bei "MagentaSport", denn auch er war alles andere begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft und sprach von einer "sehr schmerzhaften Niederlage". Diese sei "aus dem Nichts gekommen" und natürlich auch "nicht so geplant" gewesen. "Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt." Zwar sah der Jahn-Coach eine "richtig starke Mannschaft" aus Hoffenheim, "wo ich mir sicher bin, dass der ein oder andere Spieler in der nahen Zukunft Bundesligaluft schnuppern wird".
Doch mehr noch machte er die Gründe für die Niederlage an Unzulänglichkeiten bei seinem Team fest. "Wir haben eine erste Halbzeit gespielt, die gar nicht unseren Ansprüchen gerecht wird. Wir wollten Zweikämpfe gewinnen, hart sein und uns nach vorne kombinieren. Doch das war einfach viel zu wenig." Schon zur Pause lag die Jahnelf mit 0:2 hinten, kam nach 60 Minuten dann aber zum Anschluss durch Hermes. "Aber dann darfst du dieses Tor nicht kriegen. Das bricht dir das Genick", haderte Hildmann mit dem 1:3, das nur zwei Zeigerumdrehungen später fiel. Danach ging es mit dem Jahn dahin.
"Das kann einem nur leidtun"
"Die beiden weiteren Gegentoren dürfen wir uns auch nicht erlauben", monierte Hermes. "Wir konnten die Energie nicht mitnehmen. Das tut einfach weh und kann einem nur leidtun." Der Stürmer sprach von einem "gebrauchten Tag" und meinte: "In der ersten Halbzeit haben wir uns vorführen lassen von ihnen." Wie Hildmann betonte, gelte es nun, die Lehren aus der Pleite zu ziehen und es "das nächste Spiel besser zu machen". Der 54-Jährige sprach von "Lernphasen", die verbessert werden müssten. Am nächsten Samstag geht es gegen Tabellenführer MSV Duisburg, der bisher alle drei Spiele gewinnen konnte. Eine Leistung wie im ersten Durchgang können sich die Regensburger dann nicht mehr erlauben.