"Wäre unangebracht": Steffen nach Sieg in Zwickau als fairer Gewinner

Dank eines überragenden Jokers siegte die SV Elversberg auch in Zwickau und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze weiter aus. Dabei hatte das Team von Horst Steffen ungewohnt viel Mühe mit dem klaren Außenseiter. Nach der Partie präsentierte sich der 53-Jähriger als fairer Gewinner.

Mustafa wird zum Matchwinner

Am Ende benötigte der Spitzenreiter das glückliche Händchen seines Trainers, um gegen den klaren Außenseiter aus Zwickau zum nächsten Erfolg zu kommen. Beim Stand von 0:0 hatte Horst Steffen nach 74. Minuten Valdrin Mustafa eingewechselt, der nur drei Minuten später das 1:0 erzielen sollte (77.) und in der Nachspielzeit schließlich sogar noch einen zweiten Treffer nachlegte (90.+6). "Ich kann das gar nicht in Worten beschreiben, was für ein schönes Gefühl das gerade ist", jubelte der Matchwinner hinterher bei "MagentaSport" und sah in seinen Toren die Belohnung für seine harte Arbeit im Training.

Die SV Elversberg kam so mit einem blauen Auge davon. Zuvor hatte der souveräne Tabellenführer nämlich seine liebe Not gehabt mit dem FSV Zwickau, der gerade im ersten Durchgang einige Möglichkeiten zur eigenen Führung besaß. "Es gab nur wenig Raum und kaum Lücken, um sich durch zu kombinieren. Und dann konnten wir auch nicht so schnell kombinieren, weil der Platz doch ein bisschen uneben war", versuchte Steffen zu erklären, warum seine Truppe so wenig Fußball gespielt, sondern eher gekämpft hatte.

Steffen als fairer Gewinner

Für Steffen war es dabei ein Spielverlauf, den er ursprünglich schonmal so auf der Rechnung gehabt hatte. "Das war die Erwartung im Sommer, dass es solche Spiele unentwegt gibt. Wir hatten – Gott sei Dank – viele andere Spiele, die etwas besser liefen als heute", meinte der 53-Jährige und hätte nach dem 18. Sieg im 23. Spiel eigentlich etwas mehr Euphorie zeigen können, bewies in Zwickau auf der Pressekonferenz allerdings auch, ein fairer Gewinner zu sein: "Ich weiß, wie man sich auf der Gegenseite fühlt. Wenn da einer über alle Maßen strahlt und sich feiert, finde ich das unangebracht. Deshalb mache ich das nicht. Innerlich freue ich mich aber sehr."

Auch bei der Nachfrage zu einem kritischen Zweikampf zwischen Dominic Baumann und Marcel Correia unmittelbar vor dem 1:0, bei dem die Zwickauer ein Foul gesehen haben wollten, blieb Steffen zurückhaltend. "Der Herr Baumann ist sehr robust normalerweise. Ich kann mich nicht beschweren, wenn es da einen Freistoß gibt. Aber es ist jetzt auch nicht zwingend ein Foul gewesen", so der gebürtige Krefelder. Die SVE hat damit nun 17 (!) Punkte Vorsprung auf den 1. FC Saarbrücken und darf sich nun auf das kommende Heimspiel am Sonntag freuen, zu dem die SG Dynamo Dresden anreisen wird.

 

   
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