Vor Verfolgerduell in Meppen: Köllner bleibt bodenständig

Ungeschlagen unter Michael Köllner reist der TSV 1860 München am Samstag zum Verfolgerduell nach Meppen. Der Sieger der Partie könnte wohl noch einmal einen Angriff auf die Spitzengruppe der Liga wagen, doch für den Oberpfälzer an der Seitenlinie der Münchener Löwen zählt vorrangig der Klassenerhalt. Dafür kann er sogar aus dem Vollen schöpfen.

"Fußball ist kein Wunschkonzert"

Drei Siege und acht Unentschieden erzielte 1860 München, seitdem Michael Köllner das Rude bei den Löwen übernahm. Der neue Cheftrainer nach der Bierofka-Ära ist somit noch ungeschlagen und führte seinen Klub bereits aus der Abstiegszone bis an die Spitzenplätze heran. "Vielleicht können wir noch oben angreifen. Aber unser erstes Saisonziel ist, die Klasse zu sichern", bleibt der Fußballlehrer vor dem Verfolgerduell mit dem SV Meppen aber bodenständig.

"Wir brauchen so schnell wie möglich 46, 47 oder 48 Punkte, um nichts dem Zufall zu überlassen", rechnet er deshalb auch vor, dass die bisherigen 34 Punkte noch nicht zum Klassenerhalt reichen werden. Wie knapp das in der Liga werden kann, zeigten schon die letzten beiden Partien der Münchener: Trotz Führungen konnten die Sechziger gegen Zwickau und Mannheim jeweils nur ein Unentschieden erringen. Für Köllner eindeutig: "Es war ein überlegenes Spiel von uns, aber wir haben den Sack nicht zugemacht. Wir müssen uns qualitativ weiter steigern und solche Spiele finalisieren. Fußball ist kein Wunschkonzert."

Alle Spieler fit

Ein weiterer Schritt soll demnach in Meppen getan werden. "Vorne müssen wir die Chancen verwerten und hinten die Fehler abstellen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir auch in Meppen punkten", stellt der 1860-Coach seine Anforderungen an das Team. Dass die Erwartungen angesichts der jüngeren Erfolge generell gewachsen seien, lässt Köllner dabei nicht unruhig werden. Der 50-Jährige gibt nämlich auch zu Bedenken: "Am Anfang haben wir große Schritte gemacht. Zuletzt waren es kleinere Fortschritte als zu Beginn."

Um in Meppen zu bestehen, hat Köllner dabei sogar die freie Wahl für seinen Spieltagskader: "Das ist eine harte Herausforderung, aus 29 Spielern den 18er-Kader zu benennen. Da darf man sich nicht von Namen leiten lassen, sondern muss schauen, wer sich anbietet und wer taktisch reinpasst." Phillipp Steinhart wird nach seiner Gelb-Sperre in jedem Fall zurückkehren, auch Stefan Lex, Quirin Moll und Herbert Paul könnten zur Option werden. Trotz harter Entscheidungen begrüßt der Chefcoach die Konkurrenzsituation: "Die Spieler, die die Nase vorne haben, müssen die Leistung in jedem Spiel und jedem Training bestätigen. Das ist ideal." Somit wird Köllner schon am Samstag wieder die bestmögliche Elf aufbieten können.

 
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