Unterhaching an der Spitze: Schromm tritt auf die Bremse

Ausgelassene Stimmung in Oberbayern, denn die SpVgg Unterhaching ist zum Start des Münchener Oktoberfestes an die Tabellenspitze gesprungen. Trainer Claus Schromm wollte tags darauf am liebsten trainieren, wollte sich aber bei einer entsprechenden Argumentation seiner Mannschaft möglicherweise von etwas anderem überzeugen lassen.

Müllers "O’zapft"-Jubel für Haching

Es ist der fünfte Wechsel an der Tabellenspitze in dieser Saison und die SpVgg Unterhaching ist die fünfte Mannschaft, die sich den Spitzenplatz in den ersten neun Spieltagen sichert. "Ja super, wirklich", freute sich Mittelfeldspieler Jim-Patrick Müller, der mit einem "O’Zapft"-Jubel ein klares Signal an seinen Trainer sendete: "Dann können wir ja mal anzapfen mit dem 1:0." Trainer Claus Schromm, der beim Interview mit "Magenta Sport" neben seinem Torschützen stand, konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

"Oh, das werden wir noch besprechen, was sie sich verdient haben", ließ sich der Fußballlehrer nicht in die Karten blicken, aber seine Vorstellung vom Sonntag sah der Coach bereits gefährdet: "Einen Trainingsplan gibt es natürlich. Es wäre schön, wenn wir morgen trainieren, ich fände es super. Und wenn alle anderen anderer Meinung sind, unterhalten wir uns drüber. Solange genießen wir den Sieg." Ein Satz, der Schromm nicht ohne ein Lachen über die Lippen geht – die SpVgg Unterhaching ist nach 385 Tagen wieder Tabellenführer.

"Schön für die Fans"

"Wir waren letztes Jahr auch mal Tabellenführer, das kann ich dazu sagen. Wir wissen, wie das ausgegangen ist", wollte Schromm den neuen Platz an der Spitze nicht zu hoch bewerten, nach neun Spieltagen sei er erst einmal mit den 20 Punkten zufrieden. Gleichzeitig aber genießt der Cheftrainer für andere: "Es ist schön für die Fans, die immer mehr werden, dass sie mal auf die Tabelle schön draufschauen können."

Dass sich mit Jim-Patrick Müller mittlerweile der zehnte Torschütze in die interne Torjägerliste der Oberbayern eintrug, bringt Schromm künftig in die Zwickmühle: Immerhin muss er entscheiden, welcher Goalgetter im nächsten Spiel wieder auflaufen darf. "Sehr schwer, aber schön und schwer", nahm der Cheftrainer auch diese Entscheidung mit einem Augenzwinkern – und zog auch den Vorteil daraus: "Für den Gegner ist es schwer, weil alle treffen und der eine noch nicht – und der will vielleicht auch mal treffen." Ein Umstand, über den sich ein Hachinger aktuell wohl nicht beschweren wird. Als Spitzenreiter gastiert die Spielvereinigung am Montag in einer Woche beim FC Ingolstadt.

   
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