Über 20 Fälle: Corona hat die 3. Liga weiterhin im Griff

Das Jahr ist zwar neu, doch an einer Sache hat sich gegenüber 2021 noch nichts geändert: Nach wie vor ist Corona das vorherrschende Thema bei den Vereinen. Die Hälfte der 20 Drittligisten haben in den letzten Tagen Infektionen gemeldet, über 20 Personen hat es erwischt – Tendenz steigend.

"Man muss davon ausgehen, dass das passiert"

Die Klubs sind zurück im Training. Doch bevor es losgehen konnte, standen bei allen Vereinen die obligatorischen Corona-Tests an. Nach fast zwei Jahren Pandemie sind die Testungen mittlerweile zwar zur Gewohnheit geworden. Doch bei all der Routine sorgen positive Tests immer wieder für einen Schlag ins Kontor. 24 Personen aus den Spieler-, Trainer- und Betreuerkreisen der Drittligisten sind in den letzten Tagen positiv getestet worden.

Besonders schwer hat es den VfL Osnabrück und den 1. FC Kaiserslautern mit jeweils gleich fünf Fällen getroffen. "Man muss davon ausgehen, dass das passiert", sagte FCK-Coach Marco Antwerpen gegenüber "Der Betze Brennt" und bangt nun um den Einsatz der positiv getesteten Spieler beim Restrunden-Auftakt gegen Meppen in eineinhalb Wochen: "Es dürfte schwierig werden, die Jungs bis zum Spiel gegen Meppen wieder zu integrieren. Das sind teilweise bis zu 14-tägige Quarantänezeiten, die auf uns zukommen."

Waldhof-Testspiel abgesagt

Den anderen Klubs mit infizierten Akteuren geht es ähnlich. Sollten sich die Fälle bei den Vereinen in den nächsten Tagen und Wochen häufen, drohen auch wieder Spielabsagen – zumal die Omikron-Variante weiter auf dem Vormarsch ist. Das Testspiel von Waldhof Mannheim gegen Hansa Rostock am Mittwoch musste aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls bei den Kurpfälzern bereits abgesagt werden. In der 3. Liga konnten in dieser Saison bislang sechs Partien coronabedingt nicht stattfinden, Duisburg, Havelse und Zwickau waren jeweils bereits zweimal betroffen. Um Absagen zu verhindern, haben die Klubs ihre Hygienekonzepte zuletzt nochmal verschärft, teilweise zum Auftakt zunächst in Kleingruppen trainiert und engmaschige Testungen angesetzt.

Die gute Nachricht: Zehn Vereine sind in diesem Jahr bislang von positiven Fällen verschont geblieben. Doch wie schnell sich das ändern kann, hat sich in den letzten zwei Jahren gezeigt.

Corona-Fälle seit Jahresbeginn

Stand: 15. Januar, 19:00 Uhr
VereinAnzahlBetroffene
Gesamt:53
8nicht bekannt
7nicht bekannt
6nicht bekannt
5nicht bekannt
5nicht bekannt
4nicht bekannt
4nicht bekannt
3Gustaf Nilsson, Amin Farouk, Robin Rosenberger
3nicht bekannt
2Marlon Frey und Alaa Bakir
2Louis Samson und Kebba Badjie
2nicht bekannt
1David Kopacz
1Florian Kath
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0-

*darunter zwei Verdachtsfälle

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  • FCS surfer

    Es ist schon interessant, dass einige Spieler und Vereine scheinbar nicht die nötige Vorsicht walten lassen … hier werden in den kommenden Monaten die Vereine und Spieler mit professionellem Verhalten klar Vorteile haben und hier auch sportlich Vorteile haben. Es bleibt eine recht "verrückte" Zeit ..

  • Sibongiseni Dholomo

    Das südafrikanische Gesundheitsministerium hat vor mehreren Tagen erklärt, dass es alle Quarantänemaßnahmen für asymptomatische COVID-19-Fälle (egal ob geimpft oder ungeimpft) einstellt.
    Die Rücknahme der restriktiven Maßnahmen sei nach Absprache mit den wissenschaftlichen Beratern des Ministeriums getroffen worden.
    Sollte man in Deutschland auch so machen.
    Problem sind ja überwiegend nicht kranke Spieler, sondern übertriebene Quarantäne-Maßnahmen.

    • PeterPlys

      Hallo, Sie sind bestimmt promovierter Virologe, oder? Ist Ihnen denn auch aufgefallen, dass in Südafrika aktuell Temperaturen um die 25°C mit hoher Luftfeuchtigkeit herrschen? Was könnten diese Bedingungen für Auswirkungen auf die Viren haben?

  • grey mouse

    Ich finde es zumindest fragwürdig, dass manche Vereine die Namen der betreffenden Spieler öffentlich machen. Das sollte ganz einfach intern bleiben.

    • Sterneneisen

      Finde ich jetzt nicht so schlimm. Zu mal idR nicht die Vereine, sondern Medien durchstechen, die auf Clicks/Leserzahlen aus sind.

      • Allesfahrer

        Und trotzdem geht das niemanden etwas an.

      • Sterneneisen

        Dann stört also auch das Verkünden von Verletzungen wie Kreuzbandrissen oder wenn Spieler aufgrund von Infekten ausfallen? Geht ja auch niemanden was an…

        Klingt für mich sehr nach Doppelstandards. Als Person der Öffentlichkeit muss man in diesen sauren Apfel beißen.

      • Allesfahrer

        Äpfel und Birnen

      • PeterPlys

        Warum? Wenn jemand Grippe oder andere Infektionen hatte, dann wurde das ja auch mitgeteilt. Und wenn z.B. Kimmich eventuell nicht mehr oder erst später sein früheres Leistungsvermögen erreicht, dann kennt man eine Ursache.

      • grey mouse

        Der hat sich blöderweise einem öffentlichen Verhör unterzogen.
        Wird er sicher in Zukunft nicht mehr tun.
        Und ist dann als Sau durchs Dorf getrieben worden.
        Das war das Allerletzte.

    • DM von 1907

      Warum bitte?

      • grey mouse

        Ich werfe mal ein paar Stichworte in die Runde…
        Privatsphäre
        Sorgfaltspflicht

        Was bitte gehen diese Dinge die allgemeine Öffentlichkeit an?
        Mir ist auch klar, dass man nicht alles intern behandeln kann.
        Aber man kann verhindern, dass die Betreffenden dann eben öffentlich an den Pranger gestellt werden.

      • DM von 1907

        Drittligaprofis sind Personen des öffentlichen Lebens. Von daher halte ich solche Informationen schon für angebracht. Wir erfahren ja auch, wer wegen Kreuzbandriss oder Handbruch ausfällt.

      • grey mouse

        In einem Land wie Deutschland, wo es immer mehr nur Schwarz oder Weiß als Meinungen gibt, würde ich schon noch Unterschiede zwischen einer Sportverletzung und einer Lungenerkrankung, die weltweit schon Tausende Opfer gefordert hat, machen.
        Und deswegen sollte es auch Sache der Vereine sein und bleiben.
        Dass mal Namen durchsickern, versteht sich von selbst.

      • DM von 1907

        Zwischen Schwarz und Weiß gibt es viele Grautöne – also differenzierte Sichtweisen. Ich versuche es noch einmal anders herum: Drittligaprofis sind Personen des öffentlichen Lebens. Alle Informationen, die die Ausübung ihres Berufes betreffen, sollten auch kommuniziert werden dürfen. Das hat dann auch nichts mit einem Herumschnüffeln in der Privatsphäre zu tun.

        ich finde es jedenfalls gut, dass hier immer mehr Vereine das Versteckspielen aufgeben und ehrlich kommunizieren. Dein Verein gehört übrigens auch dazu!

      • grey mouse

        Ich bin anderer Meinung.
        Ist aber egal.

      • Sterneneisen

        Niemand wurde jemals wegen Corona an den Pranger gestellt. Vielleicht in irgendwelchen Social Media Blasen, aber das kann wohl kaum Maßstab für die deutliche Mehrheit sein.

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