Trotz Sieg in Großaspach: Neidhart mit Schiedsrichter unzufrieden

In einem turbulenten Spiel hatte der SV Meppen bei der SG Sonnenhof Großaspach das glücklichere Ende für sich und gewanm nach einem späten Treffer von Benjamin Girth mit 3:2. Gesprochen werden musste hinterher aber in erster Linie über den Schiedsrichter.

Neidhart: "Ich hätte spontan gesagt rote Karte"

Es war der Aufreger der Partie: Nach etwas mehr als 80 Minuten lief Großaspachs Stürmer Joseph-Claude Gyau alleine auf Meppens Torhüter Jeroen Gies zu, der aus seinem Kasten stürmte und Gyau vor dem Strafraum ohne Aussicht auf den Ball rüde umrannte. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer blieb stumm – kein Platzverweis und noch nicht einmal ein Freistoß für die Heimmannschaft. Zu diesem Zeitpunkt stand es in einer abwechslungsreichen und spannenden Begegnung bereits 2:2, nachdem Pascal Sohm (19.) und Saliou Sane (57.) für Großaspach sowie Max Kremer (30.) und Mike Steven-Bähre (42.) für Meppen getroffen hatten.

Noch während Großaspachs Trainer Sascha Hildmann voller Unverständnis für die Schiedsrichterentscheidung an der Seitenlinie tobte, lief bereits der nächste Meppener Angriff: Nico Granatowski setzte sich stark auf der rechten Seite durch, legte quer auf Benjamin Girth und der Top-Stürmer der Gäste erzielte im Nachsetzen mit seinem 18. Saisontor das entscheidende 3:2 (86.).

Doch auch Meppens Trainer Christian Neidhart gab anschließend bei "Telekom Sport" zu, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu elft hätte auf dem Platz stehen dürfen. "Ich hätte spontan gesagt rote Karte. Wenn er die gibt, kannst du dich nicht beschweren", so Neidhart, der aber auch insgesamt mit dem Schiedsrichter unzufrieden war. So habe Schwermer beim Ausgleichstreffer zum 1:1 eine klare Abseitsstellung übersehen und Benjamin Girth in einer anderen Szene zu unrecht zurückgepfiffen, nachdem der Stürmer bereits das vermeintliche 3:1 erzielt hatte.

Meppen lässt viele Chancen liegen und hat zweimal Aluminium-Glück

Doch Neidhart kritisierte neben dem Schiedsrichter auch sein eigenes Team, das für seinen Geschmack zu viele Chancen ungenutzt ließ: "Ich finde, wir hätten das heute deutlicher machen können, weil wir eine Vielzahl an guten Möglichkeiten liegen lassen haben.“ Auf der anderen Seite war aber auch Großaspach immer wieder brandgefährlich und hatte zweimal Pech, als Jeff-Denis Fehr (26.) und Sohm (77.) nur die Latte trafen.

Am Ende gewann aber Meppen das Spiel, ist als Siebter mit nun 55 Punkten weiterhin der beste Aufstieger und hat sogar noch den fünften Platz in Visier, auf dem momentan die Würzburger Kickers mit 57 Zählern stehen. Das Restprogramm der Emsländer ist aber machbar, am kommenden Spieltag geht es zu Hause gegen Erfurt, bevor die Neidharts Mannschaft zum Saisonabschluss noch in Bremen antreten darf.

 

   
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