Transfersperre: FSV Zwickau kann vorerst nicht nachlegen

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Die finanziellen Probleme des FSV Zwickau erschweren auch die Personalplanungen der Westsachsen für den Abstiegskampf. Etwaige Verstärkungen können von den Schwänen erst nach Aufhebung einer Transfersperre getätigt werden, die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) im Zuge des im Nachlizenzierungsverfahren geforderten Liquiditätsnachweises von 670.000 Euro gegen den Klub verhängt worden ist.

"Sondieren den Markt, um vorbereitet zu sein"

Gleichwohl hält die FSV-Führung in der Hoffnung auf eine zeitnahe Erfüllung der DFB-Bedingungen die Augen an der Spielerbörse offen. "Wir sondieren den Markt, um vorbereitet zu sein“, erklärte Sportdirektor David Wagner gegenüber "Tag24".

Wagner beobachtet die Lage nicht zuletzt auf Wunsch von Trainer Joe Enochs. Zwar hatten beide zunächst einen grundsätzlichen Verzicht auf Neuverpflichtungen während der Wintertransferperiode ausgerufen, doch durch den möglichen Abschied von Offensivspieler Daniel Greml sieht der Coach Handlungsbedarf entstehen. "Wenn ein Spieler geht, würde ich mir dafür Ersatz wünschen", meinte der Kalifornier.

Greml, der im ersten Abschnitt der laufenden Spielzeit lediglich zweimal zum Einsatz kam, hält sich derzeit in seiner Heimat Österreich zu Gesprächen mit möglichen neuen Vereinen auf. Sollte der vor einem Jahr vom TSV Hartberg verpflichtete Angreifer Zwickau tatsächlich schon vor Ende seines noch bis zum Saisonschluss gültigen Vertrages verlassen, würde zumindest nominell ein Platz im FSV-Kader vakant sein.

Breiter Kader für Abstiegskampf notwendig

Ein weiterhin möglichst breit aufgestelltes Team kann Zwickau im Kampf um den Klassenerhalt auch nicht schaden. Zwar rangiert der FSV auf Platz zehn an der Spitze der oberen Tabellenhälfte, doch beträgt der Vorsprung des FSV auf die Abstiegszone gerade einmal vier Punkte.

Zwickaus Pläne zur Erfüllung der DFB-Auflagen stützen sich vor allem auf die Hoffnung auf eine spürbare Reduzierung der Miete für das Stadion. Dazu will der Verein, der nach eigenem Bekunden vor Saisonbeginn zur Bildung einer konkurrenzfähigen Mannschaft bewusst den ursprünglichen und abgesicherten Finanzrahmen überschritten hatte, zusätzliche Einnahmen im Sponsoring-Bereich generieren.

   

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