Trainer, Kader und Co: So plant Dynamo Dresden für die 3. Liga

Nach gerade mal einem Jahr ist Dynamo Dresden zurück in der 3. Liga – und steht vor einem Umbruch. liga3-online.de zeigt, wie die Sachsen planen.

Schon zwei Neuzugänge fix

Trainer: Nach nur zwölf Spielen, in denen Dynamo allerdings sieglos blieb, ist die Zeit von Guerino Capretti bei der SGD schon wieder abgelaufen. Gesucht wird nun bereits der siebte Coach seit August 2018. Ein heißer Kandidat soll Ex-Waldhof-Coach Patrick Glöckner sein, mit dem sich Sportchef Ralf Becker am Freitag wohl bereits getroffen hat. Gerüchten von "Sky", wonach Ex-Ingolstadt-Coach Tomas Oral ein Thema bei Dynamo sein soll und es sogar bereits ein Gespräch gegeben habe, erteilte Aufsichtsratsmitglied Dr. Jürg Kasper via Twitter derweil eine klare Absage: "Schon bitter, dass uns derartiges als Gerücht zugetraut wird." Bis wann der neue Trainer feststehen soll, darüber ist noch nichts bekannt.

Wer geht: Nicht zu halten sind Top-Torjäger Christoph Daferner (steht beim 1. FC Köln, St. Pauli und Nürnberg auf Liste) sowie Ransford Königsdörffer (wird mit dem 1. FC Köln und dem HSV in Verbindung gebracht). Weil ihre Verträge aber noch bis 2023 laufen und auch für die 3. Liga gelten, winkt Dynamo jeweils eine stattliche Ablöse. Auch Kevin Broll, Tim Knipping, Michael Sollbauer sowie Panagiotis Vlachodimos werden sich wohl anderweitig umschauen, wie die "Sächsische Zeitung" schreibt. Da ihre Arbeitspapiere nur für die 2. Liga gültig waren, können sie den Klub ablösefrei verlassen. Mit Justin Löwe, Agyemang Diawusie, Yannick Stark und dem Leih-Quartett Adrian Fein (Bayern München), Antonis Aidonis (VfB Stuttgart), Vaclav Drchal (Sparta Prag) und Guram Giorbelidze (Wolfsberger AC) wird Dynamo vermutlich nicht verlängern. Bei Chris Löwe und Patrick Wiegers steht ein Karriereende im Raum.

Wer bleibt: Mit Oliver Batista Meier, Patrick Weihrauch, Luca Herrmann, Julius Kade und Morris Schröter wird die Sportgemeinschaft wohl weitermachen, zumal sie jeweils noch gültige Arbeitspapiere besitzen. Für Schröter soll sich allerdings Aufsteiger 1. FC Magdeburg interessieren. Der verletzte Ex-Kapitän Sebastian Mai (Vertrag bis 2022) will bleiben, während die Zukunft von Robin Becker, Anton Mitryushkin (beide 2022), Brandon Borrello, Paul Will und Michael Akoto (alle 2023) noch offen ist.

Wer kommt: Mit Stefan Kutschke (FC Ingolstadt) und Claudio Kammerknecht (SC Freiburg II) stehen bereits zwei Neuzugänge fest. Zudem kehren die ausgeliehenen Phil Harres (SSV Ulm), Jongmin Seo (Wacker Innsbruck), Jonas Kühn (Sonnenhof Großaspach) und Max Kulke (ZFC Meuselwitz) zurück. Ob sie in den Planungen eine Rolle spielen, ist aber noch offen.

 

Acht Millionen Euro Eigenkapital

Finanzen: Der Abstieg trifft Dynamo zwar "arg", wie Geschäftsführer Jürgen Wehlend zuletzt sagte, werde den Klub "aber nicht umhauen." Zum einen ist die SGD schuldenfrei, zum anderen kann der Klub auf Eigenkapital in Höhe von etwa acht Millionen Euro zurückgreifen, wie die "Bild" schreibt. Die Zulassung für die 3. Liga hat Dynamo bereits erhalten – ohne Auflagen.

Ziel: Wie nach dem letzten Abstieg vor zwei Jahren ist der direkte Wiederaufstieg das klare Ziel. Angesichts der guten finanziellen Lage habe Dynamo die Kraft, eine Mannschaft aufzustellen, die sofort wieder um die Rückkehr in die 2. Bundesliga mitspielen könne, sagte Wehlend. Wie es geht, zeigte Dynamo vor einem Jahr, als die sofortige Rückkehr in die 2. Liga gelang – sogar als Meister.

   
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