Paderborn verspielt 4:1-Führung – Rostock siegt in Lotte

Spieltag1c

Nach dem Eröffnungsspiel am Freitag standen am Samstag die nächsten sieben Partien des 1. Spieltages auf dem Programm. Während der SC Paderborn in einem irren Spiel einen 4:1-Vorsprung in Halle verspielte (4:4), konnte Rostock beim 2:0 in Lotte den einzigen Auswärtssieg feiern. Würzburg vergab ebenfalls noch eine Führung (2:2 in Meppen). Heimerfolge gab es am Samstag für Wiesbaden (1:0 gegen Jena), Bremen (3:0 gegen Unterhaching) und Köln (1:0 gegen Aalen). Das Spiel zwischen Erfurt und Münster endete mit einem 1:1-Remis.

Sportfreunde Lotte 0:2 Hansa Rostock: Hansa mit erstem Saisondreier

Wenig passierte in den ersten 20 Minuten im Frimo Stadion, doch der erste Aufreger hatte es in sich. Nach einem Foul im Strafraum wurde den Gästen ein Elfmeter zugesprochen. Benyamina nahm sich der Sache an und verwandelte in die rechte Torecke zum 1:0 für Hansa. Die erste Chance für Lotte verbuchte Andre Dej nach einer halben Stunde. Seinen Hammer konnte Blaswich nur mit Mühe parieren. Kurze Zeit später war es Bouziane für Hansa, der nur knapp über das Tor zog. Trotz des fragwürdigen Elfmeters ging die Führung zur Pause für Hansa in Ordnung.

Gefährlichster Mann bei den Gastgebern blieb auch nach der Pause Dej, der es nach 50 Minuten im einem Schuss versuchte. Blaswich war erneut auf dem Posten. 12 Minuten später versuchte es der Torschütze mal wieder mit einem Schlenzer, allerdings lediglich mit einem Treffer auf dem Tordach. Zehn Minuten später hatte Lotte dann sogar noch die Chance auf den Ausgleich, doch Langlitz Abschluss war mehr ein Mix aus Flanke und Schuss, denn ein platzierter Abschluss. In der Schlussminute machte Henning mit einen Schuss aus über 50 Metern ins leere Tor alles klar.

Hallescher FC 4:4 SC Paderborn: Torfestival an der Saale

Das Spektakel des 1. Spieltages erlebten die Fans in Halle. Keine zehn Sekunden waren gespielt, da brachte Strohdiek im Strafraum Sliskovic zu Fall. Schiri Zwayer zeigte auf den Punkt und Benjamin Pintol traf in der 1. Minute zum 1:0. Die Gäste aus Ostwestfalen antworteten nur drei Minuten später. Ben Zolinski wurde flach vom Flügel in Szene gesetzt und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1. Den Fans wurde keine Zeit zum Atmen geboten. Zwei Zeigerumdrehungen später landete der Ball nach einer Ecke der Hallenser auf der Latte des SCP-Tores. In der 18. Minute drehten die Gäste das Spiel dann komplett. Nach einem Foul des Hallenser Schlussmanns nahm sich Vucinovic der Sache an und traf rechts halbhoch zum 2:1 für den SCP. Die Führung hätten die Gäste bis zur Pause ausbauen müssen, doch HFC-Keeper Schnitzler parierte mehrfach grandios gegen Wassey (33.), Michel, Vucinovic (37.) und Srbeny (39.). Eine Minute vor der Pause legte Srbeny dann doch noch den Ball ins Tor. Nach einem Fehler im Aufbau ging der Stürmer links alleine aufs Tor zu und vollendete ins lange Eck. Die Führung zur Pause für die Gäste war hochverdient.

Nach der unterirdischen ersten Hälfte ging zumindest die erste Chance nach der Pause an Halle. Baumgärtls Schuss wurde allerdings abgefälscht und landete sicher bei Zingerle im SCP-Tor. In der 54. Minute war das 2:3 dann eigentlich fällig. Pintol nahm eine tolle Flanke von links aus sechs Metern volley, schoss aber über das Tor von Zingerle. In die Drangphase des HFC setzte Paderborn dann eigentlich den Deckel auf die Partie. Ein langer Freistoß aus der eigenen Hälfte landete im Lauf von Michel, der durch die Beine von Schnitzler zum 4:1 einschob (60.). Der HFC schien eigentlich schon vom Feld, doch plötzlich kam die Heimelf zurück. El Helwe und Sliskovic erzielten mit einem Doppelschlag in der 75. und 77. das 3:4. Nur eine Minute später hätte beinahe der Ausgleich fallen können, doch Manus Flanke wurde nicht verwertet. Eben jener Manu war es dann, der in der 84. Minute nach einer schönen Kombination aus vier Metern zum 4:4 einschob. Der Erdgas-Sportpark tobte und Halle drängte sogar noch auf die Führung. Diese fiel am Ende nicht mehr, es blieb beim 4:4.

Wehen Wiesbaden 1:0 Carl Zeiss Jena: Jenas Anrennen wird nicht belohnt

Der Aufsteiger aus Jena machte in der Anfangsphase in Wiesbaden das Spiel, ohne große Chancen zu kreieren. Die ging nach 25 Minuten an die Heimelf. Ein Abschluss von Slamar ging jedoch knapp am Tor von Kozcor im Jenaer Tor vorbei. Das Niveau der Partie zog spürbar an, nicht nur weil Wolfram mit einem Abschluss in er 34. Minute Kolke zu einer starken Parade zwang. In der letzten Minute vor der Pause ging die Heimelf schlussendlich in Führung. Mintzel flankte einen Ball auf Reddemann, der technisch anspruchsvoll per Volley versenkte.

Jena übernahm nach der Pause das Spielgeschehen und hatte bis zu 70 Prozent Ballbesitz. Die entscheidenden Chancen gingen aber weiter an Wiesbaden. Blachas Schuss nach einer Stunde segelte aber über das Tor. Die letzte Chance im Spiel hatte Tuma für die Gäste in der 87. Minute. Sein Schuss ging aber knapp am Tor der Wehener vorbei, sodass Wiesbaden die drei Punkte im heimischen Stadion behielt.

SV Meppen 2:2 Würzburger Kickers: Girth bringt den Ausgleich

Gegen Zweitliga-Absteiger Würzburg zeigte sich Drittliga-Aufsteiger SV Meppen zu Beginn sehr nervös. Halbchancen ergaben sich durch Schuppan und Skarlatidis. In der 26. Minute bebte dann das Emsland. Ein Freistoß von Leugers landete im Gewühl bei Wagner, der das Spielgerät über die Linie wuchtete. Das Tor beflügelte den SVM merklich, sodass der Aufsteiger die Kickers beinahe einschnürte. Ein weiterer Treffer gelang den Emsländern vor der Pause aber nicht mehr, die für die Gäste zur besten Zeit kam.

Nach eben dieser wurden die Kickers deutlich stärker und zeigten ihre Klasse. Zuerst traf Mast in der 54. Minute nur den Pfosten, doch per Doppelschlag von Göbel und Jopek in der 57. und 60. Minute drehten die Würzburger das Spiel in ein 2:1. Mit Mast, Schuppan (Vorlage) und Jopek waren damit drei Ex-Bielefelder für die Führung der Gäste verantwortlich, die ihre Eingespieltheit unter Beweis stellten. Meppen warf in der Schlussphase alles nach vorne, brachte sogar den lange verletzten Benjamin Girth in die Partie. Ausgerechnet dieser traf in der 82. Minute tatsächlich zum 2:2 für den SVM.

Rot-Weiß Erfurt 1:1 SC Preußen Münster: Gerechtes Remis im Steigerwald

Schon in der 10. Minute erlebte das erneuerte Steigerwaldstadion den ersten Treffer der Saison. Eine Ecke von Menz verwertete Neuzugang Neuhold aus vier Metern zum 1:0 für die Thüringer. Münster versuchte zu antworten, doch ein Kopfball von Menig ging kurze Zeit später vorbei. Dennoch sollte der Ausgleich nicht lange auf sich warten lassen. Zuerst forderten die Preußen einen Handelfmeter in der 28. Minute. Die anschließende Ecke brachte Grimaldi dann per Kopf im Tor unter. Fünf Minuten vor der Pause hätte Kobylanski die Preußen per Freistoß fast in Führung gebracht, doch Klewin parierte den Schuss.

Nach dem Pausentee wurde die Partie erstmal nicht besser. Die erste Viertelstunde bot mehr Leerlauf und wenig Spielfluss. Erst in der 62. Minute wurde es wieder spannend. Kobylanski wurde von Grimaldi geschickt und brachte den Ball Richtung Tor, wo er langsam aber haarscharf am Tor vorbei rollte. Beide Teams einigten sich in der Folge auf ein Unentschieden, sodass große Chancen nicht mehr zu bestaunen waren.

Werder Bremen II 3:0 SpVgg Unterhaching: Bremen setzt sich an die Spitze

Auf Platz 11 präsentierte sich der Aufsteiger aus Unterhaching schon früh in einer ordentlichen Form. Bigalke versuchte es als erstes mit einem Distanzschuss aus 20 Metern, verzog aber deutlich über das Tor (18.). In der Folge wurden die jungen Bremer deutlich besser und hätten zweimal in Führung gehen müssen. Zuerst wurde Pfitzner gerade noch geblockt (23.) und sieben Minuten später scheiterte Aycicek frei vor dem Hachinger Tor. Die Bremer vergaben auch in der Folge unglaubliche Chancen. Wieder Aycicek scheiterte frei vor Müller (40.) und zwei Minuten später scheiterte Käuper per Foulelfmeter am überragenden Müller im Tor der Münchner Vorstädter.

Was vor der Pause nicht gelang, folgte nach dem Seitenwechsel zügig. Rafael Kazior traf in der 51. Minute zur hochverdienten Führung für die Norddeutschen. Eine große Gegenoffensive der Hachinger blieb in der Folge aus, sodass die jungen Bremer mühelos ihre Führung verteidigten. Die Entscheidung fiel in der 81. Minute, als Aycicek seine dritte tolle Möglichkeit per Schlenzer zum 2:0 vollendete. In der Schlussminute traf der Torschütze sogar noch zum 3:0 Endstand.

Fortuna Köln 1:0 VfR Aalen: Eigentor entscheidet das Spiel

Ganze vier Minuten dauerte es im Kölner Südstadion bis zur ersten Chance. Daniel Keita-Ruel konnte eine Hereingabe aus gut fünf Metern für die Fortuna aber nicht verwerten. Die Heimelf blieb aber am Drücker. Im Anschluss an eine Ecke musste Bernhardt in der 10. Minute stark gegen Pazurek parieren. Aalen brauchte eine halbe Stunde um in die Partie zu kommen. Ein erster Abschluss von Wegkamp flog indes über das Tor. Trotz der zunehmenden Überlegenheit des VfR ergaben sich auf beiden Seiten bis zur Pause keine Chancen mehr. Ein torloses Remis blieb die Folge.

Nach der Pause ging die erste Torchance wiederum an Keita-Ruel, doch der Offensivmann scheiterte nach schönen Pass von Dahmani an Bernhardt im Tor der Gäste. Aus dem Nichts musste sich dann aber auch Kölns-Keeper Boss auszeichnen, nachdem Mimbala im Aufbau patzte. Wegkamp scheiterte am Keeper der Gastgeber (54.). Die Führung erzielten dann doch die Kölner. Einen Schuss von Dahmani fälschte Geyer in der 68. Minute unglücklich ins eigene Tor. Beinahe hätte Fortuna nur sechs Minuten später noch erhöht, doch Kegels Hammer landete nur an der Latte. Aalen versuchte sich mit aller Macht am Ausgleich, doch immer wieder parierte Boss gegen Wegkamp und Morys, sodass die Fortuna den Sieg mit Glück über die Zeit brachte.

   
  • Philipp Schramm

    Eine Wahnsinns-Aufholjagt des HFC. Jede andere Mannschaft hätte wohl komplett kapituliert, bei einem 1:4 Rückstand, nicht so der HFC. Klasse; Jungs. Es lag sogar noch die 5:4 Führung in der Luft, die dann leider nicht mehr folgte.
    Fazit dieses Spieles: 1 Halbzeit: Flop; 2. Halbzeit: Top

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