Thiele köpft Lautern ins Glück: "Ich bin halt kein Roy Makaay"

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Mit einem 2:0-Sieg bei den Sportfreunden Lotte springt der 1. FC Kaiserslautern auf Platz sechs in der Tabelle. Bis zum Platzverweis von Abwehrspieler Matthias Rahn sah nichts nach einem Erfolg der Roten Teufel aus, doch in Überzahl zeigte die Elf von Trainer Sascha Hildmann plötzlich ihre Qualität.

Duo Thiele & Pick sticht

Pick auf Thiele, Thiele auf Pick – die beiden Offensivkräfte des 1. FC Kaiserslautern hatten nach dem Spiel am Mikrofon der "Telekom" gut Lachen, als sie zum Verlauf des Spiels befragt wurden. "Was will der denn mit seinem Kinderkörper hier?", fragte Stürmer Timmy Thiele scherzhaft, als sein Vorlagengeber und Vollstrecker Florian Pick bei Windböen mit freiem Oberkörper herangehüpft kam. Pick hatte die entscheidende Flanke auf Thieles Kopf gegeben, nachdem der FCK fast 75 Minuten lang kaum etwas für das Spiel getan hatte.

Denn bis zu diesem Zeitpunkt kontrollierte Lotte die Partie, ehe Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die gelb-rote Karte für Abwehrchef Matthias Rahn zückte. Trainer Sascha Hildmann wechselte offensiv, der FCK fuhr einen Sieg ein. "Ich muss nur den Kopf hinhalten, hau das Ding ins lange Eck – ist doch schön", kommentierte Thiele seinen Treffer freudestrahlend, immerhin war dem Goalgetter der Vorsaison im Dress der Roten Teufel noch nicht allzu viel gelungen. "Ich bin halt kein Roy Makaay von früher", war der Stürmer auch weiterhin gut aufgelegt.

"Jeder Spieler schielt ein bisschen"

"Viel Zufall, viel Kampf und viel Leidenschaft", hatte derweil Trainer Hildmann auf dem Platz gesehen. Die zweite Hälfte sei das Engagement seiner Elf "ein Stückchen mehr" gewesen, als noch in den ersten 45 Minuten – dort hatten die Gäste kaum stattgefunden, das Aluminium rettete die Lautrer vor einem Rückstand per Strafstoß. Am Ende stand jedoch ein 2:0-Sieg auf dem Papier, der den FCK direkt auf Platz sechs in der Tabelle befördert. "Man darf immer träumen, aber wir sind auch ganz starke Realisten", wusste Hildmann die Situation einzuordnen, dass Lautern trotzdem noch acht Punkte hinter Platz drei liegt – mindestens, denn noch haben nicht alle Verfolger gespielt.

"Wir haben uns die ganze Saison schon so gequält. Wie schwer das ist, hat man heute wieder gesehen", wollte der Cheftrainer nicht ins Ekstase verfallen, sondern sich lieber obligatorisch von Spiel zu Spiel beschäftigen. Florian Pick, der nach einem Lattentreffer von Kollege Thiele zum Endstand abstaubte, antwortete ehrlich und direkt: "Klar, jeder Spieler schielt immer ein bisschen." Wichtig sei aber erst einmal, dass sich Lautern nicht ständig zwischen Sieg und Remis bewege, sondern auch mehrere Erfolge hintereinander feiere. "Wir müssen jetzt am Sonntag gegen Osnabrück nachlegen", weiß auch Pick. "Erstmal die mal wegputzen, dann gucken wir mal."

   

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