SVWW-Sieg nach Eigentor: "Dann sind wir ins Rollen gekommen"

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Nach zuletzt drei Partien ohne dreifachen Punktgewinn konnte der SV Wehen Wiesbaden in Großaspach zurückschlagen: Nach einem Rückstand drehte das Team von Rüdiger Rehm die Partie zu seinen Gunsten und meldete sich damit im Aufstiegskampf zurück.

Offensive wieder mit Durchschlagskraft

Kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte grätschte Sascha Mockenhaupt in den Ball hinein, schon stand es 0:1 – für den Gegner allerdings, denn der Innenverteidiger vom SV Wehen Wiesbaden traf ins eigene Tor. Davon ließ sich der SVWW in einem "Kampfspiel", wie es Trainer Rüdiger Rehm später in der Pressekonferenz bezeichnete, nicht unterkriegen: "Das Eigentor hat uns kurz mal ins Wanken gebracht", sagte der Trainer in einer knappen Zusammenfassung.

Nicklas Shipnoski, Jules Schwadorf und Daniel-Kofi Kyereh drehten die Partie innerhalb von 14 Minuten mit drei eigenen Treffern, der Trainer war nach dem Spiel erleichtert: "Die offensive Qualität hatte wieder ihre Durchschlagskraft" und der Ausgleich sei zu einem günstigen Zeitpunkt gefallen. "Dann sind wir ins Rollen gekommen", beschrieb Rehm die Phase zwischen der 60. und 74. Spielminute. In Summe sei der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, wenngleich es gegen Rehms Ex-Verein SG Sonnenhof Großaspach ging.

Tor bei Startelf-Comeback

"Es weiß jeder, dass dieser Sieg für mich und Wehen wichtig ist. Andererseits tut er mir ein bisschen weh und ich hoffe, dass auch die SG so weitermacht", wünscht sich der Fußballlehrer, der von 2008 bis 2016 als Spieler und Trainer für die Großaspacher aktiv war. Für Torschütze Shipnoski war es in erster Linie wichtig, das er am "ein anderes Gesicht gezeigt" habe. "Ich sehe, dass Schäffler schon an den Ball kommt, aber ich war skeptisch, ob er den auch durchkriegt", beschrieb der 21-Jährige, der zum ersten Mal seit Ende Oktober in der Startelf stand.

"Bepo (Sebastian Mrowca, Anm. d. R.) hat ihn dann optimal durchgesteckt und ich hab nochmal mit letzer Kraft den Lauf gemacht", führte Shipnoski weiter aus, der daraufhin einen seltenen Treffer mit Links erzielte. Die Platzbedingungen in Großaspach seien zwar schwierig gewesen, doch das träfe laut Shipnoski auf viele Drittliga-Teams im Winter zu. Auch die Zuschauerzahl von 1.500 war für die Spieler auf dem Platz scheinbar Gewöhnungssache. "Wenige Zuschauer hat man auch nicht oft, außer halt meistens bei unseren Heimspielen", erklärte der Torschütze, der damit indirekt ein größeres Interesse an Wiesbadens Fußball wünscht.

Denn Wiesbaden schloss bei parallelen Niederlagen von Karlsruhe und Halle zu den Spitzenplätzen auf, der Abstand zum Relegationsrang beträgt nur noch zwei Punkte. Ein Sieg am Samstag gegen Münster (14 Uhr) könnte die Träume des SVWW wachsen lassen.

   
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