Beetz: "2. Liga im Carl-Benz-Stadion auf Dauer nicht darstellbar"

Es läuft beim SV Waldhof Mannheim: Bei einem Sieg im Nachholspiel bei 1860 München (Dienstag, 19 Uhr) würden die Kurpfälzer erstmals in dieser Saison auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken. Im Falle eines Aufstiegs sieht sich der Waldhof jedoch einem logistischen Problem ausgesetzt.

Aufstieg schon in dieser Saison?

Als Geschäftsführer Markus Kompp im vergangenen Sommer den Zweitliga-Aufstieg bis 2023 ausgerufen hatte, fielen die Reaktion darauf unterschiedlich aus. Nicht wenige hielten das Vorhaben für zu ambitioniert, doch der bisherige Saisonverlauf gibt den Verantwortlichen Recht: Mit 27 Punkten aus 16 Spielen belegt das Team von Trainer Patrick Glöckner derzeit den vierten Tabellenplatz und könnte mit einem Sieg im Nachholspiel bei 1860 München am Dienstagabend sogar auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken.

"Wir haben einen tollen Spirit in der Mannschaft. Trainer und Mannschaft harmonieren, und die Teams im gesamten Verein arbeiten gut zusammen", so Präsident Bernd Beetz gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Wir haben jetzt die Spielkultur auf dem Rasen, die ich haben wollte – das ist ein Fußball, den ich sehen will." Auch der 71-Jährige betont, dass es die Vision sei, bald aufzusteigen. "Und ich glaube, das kann schon schneller gelingen, als ich dachte! Die Mannschaft hat die Qualität, auch in dieser Saison schon in die 2. Liga zu gehen."

"Da sind wir als Verein nicht konkurrenzfähig"

Sollte der Aufstieg gelingen, steht der Waldhof nach Angaben von Beetz allerdings von einem logistischen Problem: "Im Carl-Benz-Stadion ist die 2. Liga auf Dauer nicht darstellbar. Da sind wir als Verein nicht konkurrenzfähig." So sei unter anderem die Stromversorgung nicht ausreichend für einen Stadionbetrieb unter Vollauslastung – zumal das Notstromaggregat im Erdreich versunken sei. Beetz zufolge habe der TÜV dem Carl-Benz-Stadion vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück vor einer Woche sogar die Betriebssicherheit abgesprochen. "Nur durch größte Anstrengung konnten unserer Mitarbeiter in Eigenregie die Sicherheit übergangsweise wieder herstellen und haben so eine Spielabsage verhindert", berichtet der Waldhof-Boss und hofft, "dass wir die zahlreichen Probleme gemeinsam mit der Stadt Mannheim lösen können und zukünftig keine Ausweichspielstätte brauchen. Hier sind wir in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt, und ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Entscheidungsträgern in der Politik".

Zuletzt war auch immer mal wieder über den Bau eines neuen Stadions diskutiert worden, doch dieser Plan scheint aus mehreren Gründen derzeit nicht umsetzbar – schon gar nicht kurzfristig. Die Spieler werden sich mit der Stadion-Thematik bislang noch nicht näher beschäftigt haben – sie wollen am Dienstagabend den zweiten Auswärtssieg in Folge einfahren, um die sportlichen Ambitionen zu unterfüttern.

   
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