Sven Köhler: Wagefeld trägt keine alleinige Schuld

Der Saisonstart für den Halleschen FC verlief alles andere als optimal. Nach zwei Spielen stehen für die Saalestädter null Punkte und 0:4 Tore auf der Haben-Seite. Die Folge: Tabellenplatz siebzehn und erste Unruhen. Vor allem die Rufe nach einer Verpflichtung in der Offensive werden laut. Doch die Suche gestaltet sich als schwierig.

 Vorbereitung auf Wehen-Spiel ohne Wagefeld

Spielte man gegen Neuling RB Leipzig noch gut mit, blieb die Mannschaft am letzten Spieltag bei Rot-Weiß Erfurt  vieles schuldig. Im Umfeld der Hallenser geben viele dem Kapitän und Routinier Maik Wagefeld eine große Schuld an der Erfolglosigkeit des Teams. Der 32-Jährige soll aus dem defensiven Mittelfeld heraus das Spiel der Mannschaft lenken und als Taktgeber agieren. Doch auch er konnte an den vergangenen beiden Spieltagen "das Ruder [nicht] noch einmal herumreißen", so sein Trainer Sven Köhler. Dennoch bekommt er von diesem Rückendeckung. Der 47-Jährige sagte, "dass es Leute gibt, die in Maik Wagefeld den Hauptschuldigen für den schlechten Saisonstart sehen“, ließ jedoch laut "Mitteldeutscher Zeitung" (MZ) wissen, dass er seinem Kapitän nicht die alleinige Schuld gibt. Das Abstempeln sei "unpassend und unfair" findet der langjährige Spieler des Chemnitzer FC, gab jedoch auch zu, dass Wagefeld "wie viele andere auch in Erfurt nicht sein bestes Spiel gemacht" habe. Nun kommt hinzu, dass der 24 fache Bundesligaspieler an einem Magen-Darm-Infekt laboriert, seit Montag nicht mittrainieren konnte. Keine guten Nachrichten in der Vorbereitung auf das Spiel gegen Spitzenreiter SV Wehen Wiesbaden.

 Pokal-Pause kam sehr gelegen

Als Folge der schlechten Leistungen bat der Fußballlehrer seine Spieler zu Vier-Augen-Gesprächen, probierte es auf der mentalen Ebene. „Ich denke, dass das gar nicht anders geht, weil wir weit mehr als die halbe Mannschaft ausgewechselt haben. Und da gibt es in der Findungsphase noch viele Dinge, die nicht alle Spieler etwas angehen“, so Köhler in der "MZ". Die zwei Wochen Pokal-Pause kamen ihm dabei sehr gelegen: „Das waren zwei zusätzliche Wochen Vorbereitung“. Sven Köhler, aktuell seit über sechs Jahren Coach der Hallenser, musste bisher nie mit zwei Niederlagen in Folge in eine Saison starten, spricht daher gegenüber der Zeitung von seinem "bislang schwierigsten Einstieg" in eine Spielzeit. "Zwei Niederlagen und kein Tor – das sagt doch alles. Da fehlen dir die Argumente“, sagte ein verzweifelter Trainer.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   
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