Südwest-Derby endet ohne größere Zwischenfälle

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Mit einem Unentschieden ist am Sonntagnachmittag das erste Südwest-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim seit 18 Jahren zu Ende gegangen. Dabei blieb es zwischen den beiden Fanlagern sowohl vor, als auch nach der Begegnung weitgehend friedlich, wie die Polizei am Abend in einer Pressemitteilung erklärte.

Ärger nur in wenigen Fällen 

Viel war vor dem Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim darüber spekuliert worden, ob es zu größeren Ausschreitungen kommen könnte. Deswegen hatten die Vereine zuvor zusammen einen Brief veröffentlicht, in denen sie ihre Fans darum baten, vor, während, und nach dem Spiel friedlich zu bleiben und für ein stimmungsvolles Fußballfest zu sorgen. Tatsächlich kamen die Fans dieser Bitte auch weitestgehend nach, wie das Polizeipräsidium Westpfalz am Sonntagabend bestätigte.

Demnach habe sich das Einsatzkonzept mit 1.200 Beamten vor Ort und das Absperren mehrerer Zufahrtswege zum Stadion bewährt, da es bei dem "brisanten Spiel weitgehend friedlich" geblieben sei. Nur in wenigen Fällen habe es Ärger mit einem Teil der 36.766 Fans – darunter über 4.500 Mannheimer – gegeben. So sei es auf dem Weg zum Stadion vereinzelt zum Einsatz von Pyrotechnik und Böllern durch Waldhof-Fans gekommen, deren Personalien noch vor Ort festgestellt werden konnten. Auf sie würden nun Strafanzeigen zukommen. Gleiches gilt auch für einen Mannheimer Fan, der einen Polizisten mit Tritten leicht verletzt haben soll.

Wegen Pyrotechnik im Stadion wird noch ermittelt 

Zur Sprache kamen in der Pressemitteilung auch die Pyrotechnik, die während der Begegnung von Fans beider Mannschaften gezündet wurden. In diesem Fall habe die Staatsanwaltschaft und die Polizei bereits Ermittlungen aufgenommen. Eine Geldstrafe durch den DFB wird die Vereine zudem wohl auch noch erwarten. Zusätzlich habe auch die Bundespolizei mehrere Strafverfahren wegen Beleidigung und des Zündens von Pyrotechnik eingeleitet. Ein Lob sprach die Polizei den Verantwortlichen beider Vereine aus, die mit dem offenen Brief zur Deeskalation der zuvor aufgeheizten Stimmung beitrugen.

   

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