Offener Brief: Lautern und Waldhof appellieren an die Fans

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Zum ersten Mal nach 22 Jahren stehen sich der 1. FC Kaiserslautern und der SV Waldhof Mannheim am Sonntag (13 Uhr) wieder in einem Ligaspiel gegenüber, entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Derby in den Fanlagern der beiden Vereine. Damit das Spiel aber auch zu einem Fußballfest für alle Fans wird, haben sich nun beide Klubs in einem offenen Brief an ihren Anhang gewendet und rufen darin zu einem gewaltfreien Ablauf des Aufeinandertreffens auf. 

Ärger gab es bereits im Vorfeld der Partie 

Das Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim gehört sicherlich zu den brisantesten Duellen in der 3. Liga. Dass beide Vereine bereits seit 22 Jahren nicht mehr in ein und der selben Liga gespielt haben, lässt die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen am kommenden Sonntag zudem noch einmal gehörig ansteigen. Es wächst aber auch die Sorge, dass das Derby nicht ohne unschöne Zwischenfälle über die Bühne gehen könnte, schließlich gab es bereits vor einigen Wochen Ärger zwischen den beiden rivalisierenden Fanlagern.

In Kaiserslautern waren zwei Figuren am sogenannten "Elf-Freunde-Kreisel" beschädigt und mit blauer Farbe angesprüht worden, die Polizei vermutete Mannheimer Fans hinter der Sachbeschädigung. In Mannheim wurde dafür beinahe zur selben Zeit der Stadtname an der Stadteinfahrt der A656 mit dem Schriftzug "1. FCK" verunstaltet. Im Anschluss an diese unschönen Taten glätteten sich die Wogen allerdings wieder und das soll nach den Wünschen des 1. FC Kaiserslautern und des SV Waldhof Mannheim auch so bleiben.

Stimmung ja, Gewalt nein

"Bei einem solchen Spiel gehört es dazu, dass sich nicht nur die Mannschaften auf dem Platz, sondern auch die Fans auf den Tribünen miteinander messen. Wir wünschen uns daher lautstarke Gesänge aus den Kurven, ohrenbetäubende Anfeuerungen und kreative Fanaktionen", schreiben die beiden Vereine in einem offenen Brief, der am Mittwoch auf den Websites der Vereine veröffentlicht wurde.

"Was für uns jedoch nicht zu einem Fußballspiel gehört, ist jegliche Form von Hass und Gewalt. Ob im Vorfeld oder am Spieltag, Gewalt hat beim Fußball wie auch sonst überall nichts zu suchen. Nicht im Vorfeld, nicht auf der Anreise, nicht im Stadion oder nach dem Spiel." Man appelliere daher an die Fans, das Derby zu einem "stimmungstechnischen Höhepunkt zu machen", ohne jegliche Form von Ausschreitungen oder Straftaten. Denn: "Hass und Gewalt grenzen aus – der Fußball aber verbindet!" Über 30.000 Tickets sind bisher verkauft, darunter rund 4.000 in Mannheim.

   

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