Streitfall Frahn: Keine Einigung in erster Gerichtsverhandlung

Der Streit zwischen dem Chemnitzer FC und seinem ehemaligen Torjäger Daniel Frahn um dessen fristlose Kündigung hält weiter an. Wie "Tag24" berichtet, führte ein Gütetermin am Arbeitsgericht in Chemnitz am Donnerstag zu keiner Einigung, weswegen es im Dezember zu einer mündlichen Verhandlung kommen wird. 

Kündigung wegen Nähe zu rechtsradikaler Gruppe 

Am 5. August war Daniel Frahn vom ehemaligen Chemnitzer Geschäftsführer Thomas Sobotzik die fristlose Kündigung mitgeteilt worden, nachdem der 32-jährige Stürmer zuvor beim Spiel in Halle in Gesellschaft einer rechtsgesinnten Gruppe auf der Tribüne gesehen worden war. Der damalige Kapitän war zu dem Zeitpunkt verletzt und hatte das Spiel daher als Fan verfolgt, seine Nähe zu der rechten Gruppierung hatte dem Verein aber erheblich geschadet.

"Der Spieler Frahn verhielt sich durch die im Gäste-Fanblock des Hallenser Stadions offenkundig zur Schau gestellten Sympathie zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung 'Kaotic Chemnitz' und der aufgelösten Gruppe 'NS-Boys' massiv vereinsschädigend", lautete daher auch die Begründung der CFC-Gesellschafter zur fristlosen Kündigung. Diese wollte Frahn aber nicht akzeptieren und klagte daher knapp drei Wochen später vor dem Chemnitzer Arbeitsgericht, zudem wehrte er sich via Facebook gegen die Anschuldigungen,Sympathisant einer rechtsradikalen Gruppierung zu sein.

Hauptverhandlung im Dezember 

Am Donnerstag kam es nun zu einer ersten Verhandlung vor dem Chemnitzer Arbeitsgericht, bei der sich beide Seite allerdings nicht näher kamen, wie das Nachrichtenportal "Tag24" berichtet. Demnach sei die Verhandlung schon nach 20 Minuten wieder beendet gewesen. "Da wurde einiges an Vorwürfen zusammengebastelt", so Frahns Rechtsbeistand. Zudem soll dem 32-Jährigen die Gesinnung der Personen nicht bekannt gewesen sein.

Ein Vergleich kam nicht zustande: "Ein Kollege von ihnen spricht von 450.000 Euro, ein anderer von 250.000. Das ist für mich keine Grundlage für einen Vergleich", so CFC-Anwältin Nicole Marquardsen. Entsprechend geht der Streitfall in die nächste Runde. Im Dezember soll es dann zu einer mündlichen und somit zur richtigen Verhandlung kommen.

   
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