Stadtduell gegen Türkgücü: 1860 will vierten Sieg in Folge

Cheftrainer Michael Köllner hat die Münchner Löwen wieder in die Spur geführt, doch die Herausforderung bleibt. Beim Pokal-Aus gegen Karlsruhe (0:1) mussten sich die Sechzger nur knapp geschlagen geben. Im Liga-Alltag soll nun der vierte Sieg in Folge eingefahren werden – trotz des anspruchsvollen Programms gegenüber Lokalrivale Türkgücü München.

Ausgerechnet Flaute im Pokal

Seit dem historischen 6:0-Sieg gegen die Freiburger Reserve musste sich der TSV 1860 München nur noch Osnabrück und Magdeburg geschlagene geben. Und jüngst dem Karlsruher SC, allerdings eben im DFB-Pokal. Dabei sah Köllner, dass sein Team "vor allem in der 1. Halbzeit ein gutes Spiel abgeliefert, es aber nicht geschafft hat, wie in der Liga die Chancen in Tore umzumünzen". Zuletzt waren es 23 Treffer in den letzten acht Partien, doch ausgerechnet im Pokal folgte die Flaute.

"Aber man hat gesehen, dass wir in einzelnen Spielen auch mit Zweitligisten mithalten können. Das ist eine tolle Bestätigung und bringt Selbstbewusstsein, das wir in der Liga einbringen wollen", nahm Köllner dennoch das Wesentliche für sich mit. Nun folgt das Münchner Stadtduell mit Türkgücü. Im Gegensatz zu den Löwen, die bereits die dritte Partie innerhalb von sieben Tagen spielen, ist es für den Liga-Konkurrenten der Jahresauftakt. Köllner machte sich keine Sorgen: "Wir haben gut regeneriert, die Mannschaft macht einen guten Eindruck."

Quintett fällt aus

Die Rückrunde soll insgesamt besser laufen als es noch in der Hinrunde der Fall war. Doch schon jetzt muss der 1860-Coach wieder improvisieren. Mit Richard Neudecker (Gelb-Sperre), Marius Willsch (Patellasehnenverletzung), Kevin Goden (Trainingsrückstand), Daniel Wein (Fußverletzung) und Nathan Wicht (Infekt) fallen gleich fünf Spieler aus. Gerade die Besetzung der Position von Neudecker fällt dabei ins Gewicht: "Ich habe mehrere Optionen: Keanu Staude, Erik Tallig oder Tim Linsbichler, der die Position in Würzburg gespielt hat", so Köllner.

Sorgen bereitet außerdem ein Blick nach Karlsruhe. Beim vergangenen Pokalgegner ist die Pandemie ausgebrochen, gleich 16 Spieler, vier Trainer sowie vier Personen aus dem Funktionsteam des KSC wurden am Donnerstag positiv getestet. Das Spiel der Badener gegen Sandhausen wurde verlegt. "Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sich nicht lange mit Shakehands aufhalten sollen. Auch in den Besprechungen tragen wir wieder Masken", machte sich Köllner für Maßnahmen stark, um Schlimmeres zu verhindern. Bislang ist eine Folge der Pokal-Partie auf Giesings Höhen nicht erkennbar.

"Vierten Sieg in Folge schaffen"

Zunächst geht es für die Löwen ohnehin im Münchner Olympiastadion weiter. Lokalrivale Türkgücü wird erstmals mit Cheftrainer Andreas Heraf antreten. Unruhen im Umfeld des Gegners kommentierte Köllner nicht: "Unser Thema ist, dass wir frisch auf den Platz kommen, was Türkgücü unter dem neuen Trainer macht und in welchem System sie spielen. Das ist für mich entscheidend und dass wir alles dafür tun, den vierten Sieg in Folge zu schaffen."

Ein tiefstehender Gegner mit gutem Konterspiel wird vom Oberpfälzer erwartet. Ob Köllner seinerseits auch noch Neuzugänge erwartet? "Fakt ist, dass wir den Markt beobachten im Falle, dass verletzungstechnisch etwas passiert", hielt sich der 52-Jährige auch hier bedeckt. An den Spekulationen um verschiedene Mittelstürmer beteiligte er sich vorrangig nicht.

   
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