SpVgg Unterhaching: Grünes Licht für Sanierung der Osttribüne

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Bis zum vergangenen Mittwoch wollte der Gemeinderat der Stadt Unterhaching über die Sanierung der aktuell noch gesperrten Osttribüne im Sportpark der Spielvereinigung entscheiden. Nun steht der Beschluss fest: Die Rot-Blauen dürfen den maroden Schauplatz in Eigenregie ausbessern – und damit erste Schritte zur Ausgliederung der Profiabteilung einleiten.

Spielvereinigung darf mit Sanierung beginnen

Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge stimmte der Gemeinderat am 18. Juli einem Nachtrag der SpVgg zum bestehenden Pachtvertrag zu, mit Hilfe dessen der Verein die Tribüne im Ostflügel auf eigene Kosten sanieren darf. Die Gemeinde – welche auch gleichzeitig der Grundeigentümer des Stadions ist – hatte jenen Teil des Sportparks, der 4.500 der insgesamt rund 15.000 Zuschauerplätze fasst, seit Mai 2017 aufgrund der akuten Bauanfälligkeit und damit verbundenen Sicherheitsbedenken geschlossen.

Räumliche Abgrenzung innerhalb des Stadions

Reibungslos sollen die Verhandlungen am vergangenen Mittwochabend jedoch nicht von Statten gegangen sein. "Es wird sicherlich Passagen geben, die dem Vertragspartner (der SpVgg Unterhaching, Anm. d. Red.) nicht gefallen", zitiert die "SZ" Unterhachings Rathaussprecher Simon Hötzl. Die Gemeinde könne sich aus finanziellen Gründen aktuell nicht an den Sanierungsarbeiten beteiligen, da man "ein Kinderhaus bauen und weitere dringende Pflichtaufgaben zu erledigen" habe und eine Stadionsanierung durch die Gemeinde somit frühestens 2021 realisierbar sei. Bestimmte Bereiche des Stadions, wie etwa das Sportlerheim auf der Südseite oder auch einzelne Trainingsplätze, bleiben fest in Hand der Gemeinde. Die entstehenden Kosten aus Pachtzins und potenzieller Investitionen in Flutlicht und Beschallungsanlage hingegen wolle man künftig angemessen aufteilen.

Unterhaching plant Ausgliederung

In dem Beschluss wurde ferner festgehalten, dass der Verein künftig die ihm zur Verfügung stehenden Teilbereiche der Spielstätte – konkret das Stadion sowie den Trainingsplatz eins – unterverpachten darf. Dadurch werde eine Ausgliederung des Profibereichs ermöglicht, heißt es in dem Artikel weiter. "Wir brauchen finanzkräftige Investoren, um im Profifußball bestehen zu können, sonst müssen wir uns auf den Breitensport zurückziehen", zitiert die Tageszeitung Peter Wagstyl. Man wolle aber keineswegs, "dass Geldgeber über den gesamten Verein bestimmen", so der Vizepräsident der Spielvereinigung weiter.

   

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