Sportfreunde Lotte: Toni Jovic entwickelt sich zum Glücksgriff

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Mit 1:0 konnten sich die Sportfreunde Lotte am Montagabend gegen den SC Preußen Münster durchsetzen. Für Trainer Nils Drube war es bereits der vierte Heimsieg, seit Anfang September sind die SFL zuhause ungeschlagen. Mit Stürmer Toni Jovic landeten die Sportfreunde in der Winterpause außerdem einen Volltreffer.

Ein Mann, ein Wort

Der Name Jovic wird in Fußballdeutschland aktuell ganz groß geschrieben, Angebote vom FC Barcelona oder Real Madrid trudeln angeblich ein. Gemeint ist natürlich Luka Jovic von Eintracht Frankfurt, sein Namensvetter Toni Jovic allerdings ist bislang sehr zufrieden im beschaulichen Lotte. Der bescheidende Kroate kam in der Winterpause vom HSK Zrinjski Mostar aus der bosnischen ersten Liga, mit denen er zuletzt zwei Jahre in Folge bosnischer Meister geworden war. In Lotte, freute sich der 26-Jährige besonders, wurde er sehr herzlich aufgenommen.

"Ich bin hierher gekommen, um ein paar Tore zu schießen", erklärte der Siegtorschütze im Montagabendspiel der Dritten Liga. Das Interview mit der "Telekom" führte der Kroate noch auf Englisch, Deutschkenntnisse dürften aber bald hinzukommen. Wie schon im Spiel gegen Großaspach erzielte Jovic den entscheidenden Treffer und mausert sich dazu schon nach drei Partien zu einem echten Glücksgriff für die SFL.

33 Mal erfolgreich

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Coach Nils Drube nach der Partie: "Was wir uns vorgenommen haben, hat gerade am Anfang super gegriffen." Dabei sei dies keine Selbstverständlichkeit gewesen, denn nachdem sich die Mannschaft in den letzten Wochen taktisch eingespielt hatte, habe Drube extra für die Partie gegen Münster das Spiel seiner Truppe umgestellt. Es sei schön, dass die Mannschaft das so angenommen habe und "man sieht, dass die taktische Arbeit, die wir investieren, von Erfolg gekrönt ist." Die Serie des 40-Jährigen geht damit weiter, seit seinem Amtsantritt Ende August hat der Coach noch kein Heimspiel verloren.

Das war nach dem chaotischen Einstieg der Sportfreunde in die Spielzeit nicht zu erwarten, mittlerweile ist das Team aber im Mittelfeld der Tabelle angekommen und hat sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Eine weitere Serie, an der Drube zwar auch beteiligt, aber nicht alleine für verantwortlich ist: 33 Mal erzielten die Lotter saisonübergreifend eine 1:0-Führung, 33 Mal verloren sie danach nicht mehr. "Das hätte man mir vorher sagen müssen, weil dann hätte ich viel, viel Kraft gespart am Rand", scherzte der Coach, der von dieser Statistik noch nichts wusste, sie aber gerne mitnimmt.

   

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