Späte Gegentore: Dynamo verschenkte bereits sechs Punkte

Die SG Dynamo Dresden hatte die Partie am vergangenen Freitag gegen die Reserve von Borussia Dortmund im Griff, vergaß aber in der zweiten Halbzeit ein weiteres Tor nach zulegen. In der Nachspielzeit kamen die Dortmunder nochmals zu einer Ecke. Im Anschluss an diese ließ sich Dresden einmal mehr in dieser Saison einen späten Gegentreffer einschenken. Insgesamt sechs Punkte haben die Dresdner auf diese Weise bereits verspielt. Besonders auffällig: Die späten Gegentore fielen ausnahmsweise im heimischen Stadion. Verlor man gegen Kiel gar noch, stand Dynamo gegen Mainz II, die Stuttgarter Kickers und jüngst gegen Dortmund II immerhin nicht ganz mit leeren Händen da. Auch im Landespokal mussten die Dresdner zuletzt zwei späte Gegentreffer hinnehmen und schieden letztendlich gegen einen Oberligisten aus. Fans und Trainer Stefan Böger grübeln gleichermaßen über diese Schwäche. Woran könnte es liegen? liga3-online.de begibt sich auf die Suche nach den Gründen.

Fehlt die Abgeklärtheit?

Zu aller erst fehlt den Dresdnern die Leichtigkeit aus der Anfangsphase der Saison. Hier konnten die Sachsen schnell zwei Tore vorlegen und hatten danach leichtes Spiel. Zum anderen steht die Frage im Raum, ob die Böger-Elf tatsächlich topfit ist. Schließlich trennte man sich von Fitnesstrainer Miserius. Bisher ist noch kein Nachfolger bekannt. Oder hat es etwas mit der fehlenden Cleverness der jungen Mannschaft zu tun? Allerdings dürfte diese These mittlerweile nicht mehr als Erklärung gelten. Die neue Dynamo-Mannschaft hat schon über 20 Punktspiele in den Beinen. Die Abgeklärtheit, ein knappes Spiel in den Schlussminuten über die Bühne zu bekommen, müsste eigentlich vorhanden sein. Oder ist es mittlerweile doch ein physisches Problem der Spieler, die flatternde Nerven bekommen, sobald die 90. Minute naht?

Spieler dürfen Kopf nicht in den Sand stecken

Am ehesten ist es wohl eine Mischung aus Allem. Nur einen Fehler dürfen die Dresdner jetzt nicht begehen – den Kopf in den Sand zu stecken. Die Mannschaft um Trainer Stefan Böger muss weiter Tag für Tag konzentriert arbeiten und nicht weiter über die späten Gegentreffer nachdenken. Die Mannschaft muss viel mehr auf dem Platz eher klare Fakten schaffen. Führt man 2:0 in der Nachspielzeit, hat der Gegner keine Chance auf den Ausgleich mehr. Die Elf kann sich nur selber aus dieser Situation befreien – am besten mit einem Auswärtssieg am kommenden Samstag in Rostock.

 

   
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