So plant Waldhof Mannheim für die 3. Liga

Bis tief in die Nacht feierten der SV Waldhof Mannheim und seine Fans am vergangenen Samstag den Aufstieg in die 3. Liga. Nach der großen Party laufen nun die Planungen für die kommende Drittliga-Saison. Klar ist bereits: Trainer Bernhard Trares wird dem SVW sehr wahrscheinlich erhalten bleiben.

"Da gibt es kein Wenn und Aber"

Feuchtfröhlich und emotional waren die Aufstiegsfeierlichkeiten am Samstag, die schon unmittelbar nach Ende des Heimspiels gegen Wormatia Worms begonnen hatten. "Ich bin tierisch stolz auf alle Beteiligten", sagte Trainer Bernhard Trares in der Stunde des Erfolgs und stellte fest: "Wir sind ein hochverdienter Aufsteiger – da gibt es keine zwei Meinungen." Dass der SVW nach 16-jähriger Abstinenz künftig wieder im Profifußball vertreten sein, ist ohne Frage auch Trares' Verdienst, stellte er die Mannschaft nach der dritten verlorenen Relegation in Folge vor einem Jahr doch zusammen mit Sportchef Jochen Kientz neu auf.

Nun ist klar: Auch in der 3. Liga wird der 53-Jährige wohl an der Seitenlinie stehen: "Da gibt es (…) kein Wenn und Aber", kündigt er in einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages an. "Ich habe das Projekt hier nicht begonnen, um dann wegzurennen, wenn man es geschafft hat." Wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hätte, "wäre es eine Entscheidung für den Club gewesen, aufzuhören", sagt der Waldhof-Coach, der seit Januar 2018 auf der Bank sitzt. "Aber jetzt möchte man die Früchte seiner Arbeit auch ernten." Zudem kennt Trares, wie er selbst sagt, die Region, die Mentalität und den Club. "Da kann man in bestimmten Situationen und mit manchen Dingen auch einfacher umgehen."

Neuzugänge im Anflug

Zeitgleich wird im Hintergrund bereits am Kader für die neue Saison gearbeitet. Feststeht: Der Kader soll vergrößert werden. "Die Belastung wird ja eine ganz andere sein. Vier Spiele mehr in der Liga, dazu der DFB-Pokal, der Landes-Pokal. Das sind gefühlt 43 Spiele", weiß Trares, der jede Position doppelt besetzen will. "Am Ende sind wir dann bei 23 oder 24 Feldspielern und vielleicht noch ein zwei junge Akteure als Projekt." Dem aktuellen Kader vertraut Trares, will aber "ein paar Reizpunkte über alle Mannschaftsteile" setzen. "Man braucht immer ein bisschen Blutauffrischung."

Mit Marco Meyerhöfer steht unterdessen bereits der erste Abgang fest. Der 23-jährige Rechtsverteidiger wird mit mehreren Zweitligisten in Verbindung gebracht – unter anderem Greuther Fürth. Zudem laufen nach aktuellem Stand neun Verträge aus, darunter die Arbeitspapiere von Gianluca Korte und Jannik Sommer. "Bei Gianni hoffe ich natürlich, dass er bleibt. Er hat es ja hier und dort schon mal versucht und jetzt bei uns ein Stück weit sein Glück gefunden. Deshalb wäre es für ihn am Vernünftigsten, wenn er bleibt", so Trares. Korte selbst kündigt im "Mannheimer Morgen" eine Entscheidung "in den nächsten Wochen" an. Während Top-Torjäger Valmir Sulejmani (17 Tore, zehn Vorlagen) nach Angaben der Zeitung bei Zweitligisten auf dem Zettel steht, sollen in den nächsten Tagen die ersten beiden Neuverpflichtungen bekanntgegeben werden. Das Abenteuer 3. Liga, es beginnt – und soll am Ende der ersten Saison den Klassenerhalt bringen.

   
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