"Schönes Spiel für einen Torwart": Mielitz macht Punktgewinn möglich

Mit zahlreichen namhaften Transfers mauserte sich der FC Viktoria Köln zum heimlichen Favoriten, aber in der ersten Hälfte der Auftaktpartie in Mannheim wäre die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Dotchev beinahe überrannt worden. Der erfahrenste Coach der Liga stellte zur Pause um und konnte sich bei Torwart Sebastian Mielitz bedanken, dass er ein hervorragendes Comeback der Domstädter möglich machte.

Mielitz überragt bei Mannheims Sturmlauf

Mit Marcel Risse und Timmy Thiele nahmen zwei Top-Neuzugänge der Viktoria anfangs auf der Bank ihren Platz ein, ein anderer konnte sich zwischen den Pfosten der Kölner direkt in Szene setzen: Sebastian Mielitz. Der Ex-Bremer präsentierte sich bei seinem Drittliga-Comeback nach fast zehn Jahren in absoluter Spitzenform – und verhinderte einen deutlicheren Rückstand zur Pause. "Es war ein offenes Spiel, die erste Halbzeit hat uns ein bisschen überrascht. Zum Glück sind wir nur mit 0:2 in die Pause gekommen", gestand die neue Nummer eins der Viktorianer am Mikrofon von "Magenta Sport" ein.

Dann zeigte er, dass er für seine Paraden verpflichtet wurde: "Dafür bin ich da, dass ich den einen oder anderen Ball halte. Heute war es ein schönes Spiel für einen Torwart, das kann man so sagen. Nächstes Mal muss das Team eventuell mir helfen, so ist das im Sport." Das Rennen um die Nummer eins gewann Mielitz gegen André Weis und Yannick Bangsow. Völlig zurecht, wie auch Cheftrainer Pavel Dotchev festhielt: "Sebastian Mielitz ist ein Torwart, der den Unterschied ausmachen kann. Das war heute der Fall. Ein guter Torwart rettet einige Punkte pro Saison."

"War für mich ein Schock"

Nachjustieren musste der Rekordtrainer dann in der Offensive. "Heute musste ich aufs Ganze gehen, musste riskieren. Offensiv kam ein zweiter Stürmer, Wunderlich habe ich ins Mittelfeld fallen lassen und wir mussten hoffen, dass wir einen Punkt noch retten. Zum Glück ist das noch passiert", erklärte Dotchev sein Vorgehen zur Halbzeitpause. Erinnerungen an das 3:3-Auftaktspiel gegen Hansa Rostock im Vorjahr wurden wach. "Da haben wir sogar 0:3 zurückgelegen und haben 3:3 gespielt. Heute war es nur ein 2:2", konnte Dotchev nach Abpfiff darüber schmunzeln.

Viktoria agierte weniger kompliziert, kämpfte sich schließlich zurück. Soweit hätte es für den bulgarischen Coach aber nicht kommen brauchen: "Es war ein sehr turbulentes Spiel, muss ich sagen. Wie das Spiel angefangen hat, das war auch für mich absolut ein Schock. Wie wir schon nach Sekunden angefangen haben zu wackeln." Dass die Partie nicht schon nach wenigen Minuten entschieden war, verdankte der Coach schlussendlich auch seinem Keeper. Und Dotchev gab sich am Ende auch sehr fair: "Ich muss den Mannheimern ein Kompliment machen. Das haben sie wirklich gut gemacht." Nur Mielitz war besser. Am kommenden Heimspiel gegen Wiesbaden wird er sich erneut auszeichnen wollen.

   
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