Rudelbildung: Hansa-Sportchef kritisiert Essener Verantwortliche

Nach dem späten Ausgleichstreffer von Rot-Weiss Essen im Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock war es vor den Trainerbänken zu einer Rudelbildung zwischen Spielern und Verantwortlichen beider Klubs gekommen. Hansas Sportchef Amir Shapourzadeh übte anschließend deutliche Kritik an den Essener Verantwortlichen.

"Das ist ja Wahnsinn"

Auslöser der Rudelbildung war, dass die Essener nach dem Last-Minute-Ausgleich in unmittelbarer Nähe der Gästebank gejubelt hatten. Unter anderem war Vorstandschef Marc-Nicolai Pfeifer nach dem Treffer auf das Spielfeld gelaufen. In der Folge kam es zu mehreren Wortgefechten, dabei sollen auch unschöne Worte gefallen sein. Nach Abpfiff äußerte sich Rostocks Sportchef Amir Shapourzadeh deutlich zu den Vorgängen.

"Es ist immer schwierig hier, wenn 20 Leute auf der Bank sind, vom Geschäftsführer über Sportdirektor bis zur gefühlten Putzfrau, und jeder alle zwei Sekunden auf den Schiedsrichter einpöbelt", sagte der 43-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung – und stellte zudem die Rolle des Vierten Offiziellen infrage: "Dann lieber den vierten Mann abschaffen und das Geld für andere wichtige Dinge im Fußball sparen. Das ist ja Wahnsinn. Und dann ist der Geschäftsführer fast auf unserer Bank. Ich weiß gar nicht, was er da zu suchen hat."

Pfeifer musste Innenraum verlassen

Wie die "WAZ" berichtet, musste Pfeifer den Innenraum nach der Rudelbildung verlassen. Trotz der hitzigen Szenen beruhigte sich die Lage anschließend wieder. Nach Angaben der Zeitung tauschten sich Pfeifer und Shapourzadeh später in den Katakomben aus und legten ihren Streit bei. Ob die Rudelbildung noch ein Nachspiel in Form von Geldstrafen oder gar einer Sperre haben wird, ist noch offen. Schon beim vergangenen Spiel von Rot-Weiss Essen in Mannheim war es im Nachgang zu einer Rudelbildung vor den Trainerbänken gekommen.

   

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