RWE prüft Voraussetzungen und Folgen einer Insolvenz

Nur noch 13 Spiele und schon zehn Punkte Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze – mit eingerechnetem Punktabzug sind es sogar elf Zähler. Da der Klassenerhalt für den FC Rot-Weiß Erfurt immer unwahrscheinlicher wird, prüfen die Verantwortlichen nun die Voraussetzungen und Folgen einer geordneten Insolvenz.

8,1 Millionen Euro Schulden

Das ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung am Dienstag. "Angesichts der sportlichen Situation müssen wir uns ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen. Wir müssen die Option einer Plan-Insolvenz prüfen, klären, was es kostet, wer diese durchführt", berichtet Aufsichtsratsvorsitzender Michael Tallai in der "Bild". Klar ist: Meldet der mit rund 8,1 Millionen Euro verschuldete Klub während der laufenden Saison Insolvenz an, geht dies mit einem sofortigen Abzug von neun Punkten einher. Der Abstieg in die Regionalliga wäre dann endgültig nicht mehr zu verhindern, allerdings könnte sich RWE in der 4. Liga neu aufstellen und wäre nach Durchlaufen des Insolvenzverfahrens schuldenfrei.

Insolvenz immer wahrscheinlicher

Auch wenn die Verantwortlichen die Hoffnungen auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben haben und die Mannschaft "nicht demotivieren wollen", so Tallai, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Thüringer den bereits Mitte Januar angedeuteten Schritt in die Plan-Insolvenz gehen. Jede weitere Niederlage lässt dieses Szenario ein Stück wahrscheinlicher werden. Unabhängig davon legte RWE am Dienstag Einspruch gegen den vor einer Woche verhängten Punktabzug ein. Wie gut die Erfolgsaussichten sind, ist aber offen. Darüber hinaus droht den Thüringern aufgrund der Winter-Transfers noch ein weiterer Punktabzug.

   
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