Regionalliga-Struktur: DFB-Vize Koch plädiert für Status quo

Sechs Wochen vor der Sitzung des DFB-Bundestags hat sich Vize-Präsident Rainer Koch für den Erhalt der momentanen Regionalliga-Struktur ausgesprochen. Optimierungsbedarf sieht Koch bei der Aufstiegsregelung und strebt diesbezüglich eine Verbesserung für die Staffelmeister an.

Koch hält besonders Nordost-Staffel für identitätsstiftend

In der Diskussion um die Reform der Regionalliga-Struktur sowie deren Aufstiegsprozedere hat sich DFB-Vize Rainer Koch für den Erhalt der Staffeln Nord, Nordost und Bayern ausgesprochen. Eine Entwicklung der momentan fünfgleisigen Regionalliga zu einem Vier-Staffel-Modell war zuletzt eifrig diskutiert worden. Da die mitgliederstarken Regionalligen West und Südwest von einer Zerschlagung nicht betroffen wären, hätte dies die Aufteilung der anderen drei Staffeln bedeutet. Koch plädierte im Gespräch bei "Sport im Osten" dafür, diese Ideen aufzugeben. Um eine annähernd gleiche Mitgliederzahl unter den einzelnen Regionalliga-Staffeln zu erreichen, hätte dies die Zuteilung der Vereine Thüringens und Sachsens zur Bayern-Staffel bedeutet. Koch glaube aber, dass es besonders auch für die Nordost-Staffel wichtig und identitätsstiftend sei, als eigenständige Liga erhalten zu bleiben.

"Ich bin aber auch für Klarheit und Offenheit: Wer das fordert, kann nicht dafür sein, dass der Meister aufsteigt", begrub Rainer Koch die Hoffnungen derer, die einen direkten Aufstieg aller Regionalliga-Meister in die 3. Liga befürworten. Bei dem sehr komplexen Thema, das zugleich Drittligisten wie Oberligisten betrifft, bat Koch aber auch, die Situation der West- und Südweststaffel mit Verständnis zu betrachten. Dort seien im Unterbau mehr als die Hälfte aller Mannschaften Deutschlands vertreten. "Darum ist es auch verständlich, dass die Verbände auch die Hälfte der Aufsteiger haben wollen. Die sagen, macht doch vier Ligen, wir bleiben erhalten, West und Südwest."

Aufstiegsregelung: Kommen die zwei Dreier-Gruppen?

Das große Verbesserungspotenzial, das der DFB auf seiner Präsidiumssitzung am 8. Dezember nun umsetzen will, sieht der größte Fußballverband der Welt in der Aufstiegsregelung aller Regionalliga-Meister. Koch selbst rechnet mit drei bis vier verschiedenen Modellen, die zum Bundestag eingereicht werden. Aus denen will das Gremium dann ein mehrheitsfähiges Modell basteln. Erwartet wird, dass sich der DFB für das Modell von zwei Dreier-Gruppen entscheidet, aus denen dann ab der kommenden Saison letztendlich vier statt bislang drei Aufsteiger hervorgehen. Dass Rainer Koch, selbst Präsident des Landesverbandes Bayern, diese Option favorisiert, ließ er bereits durchblicken: "Keiner will 2019 noch eine neue Relegationsphase. Wir wollen das Beste im Interesse der Vereine, vier aus fünf ist besser als drei aus sechs."

 

 
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