Preußen: Sportchef Metzelder beklagt Wettbewerbsverzerrung

Während einige Drittligisten in Kleingruppen bereits wieder trainieren, ruht beim SC Preußen Münster weiterhin der Ball. Aufgrund der ungleichen Bedingungen beklagt Preußen-Sportchef Malte Metzelder eine Wettbewerbsverzerrung – auch mit Blick auf mögliche Geisterspiele.

Training "noch nicht denkbar"

Es sind klare Worte, die Metzelder im Interview mit den "Westfälischen Nachrichten" findet. Es sei "ein Wettbewerbsvorteil", dass einige Klubs wieder trainieren, "da diese Vereine bereits Trainingsreize setzen können und der Tagesablauf eine geregelte Struktur bekommt." Der SC Preußen hingegen habe "den gesamten Trainings- und Spielbetrieb in den 'Winterschlaf' versetzen müssen". Zwar hätten auch die Adlerträger in dieser Woche wieder ins Training einsteigen können, verzichteten aber darauf. Zumal sämtliche Sportplätze in Münster momentan gesperrt sind und die strengen hygienischen Auflagen mit Blick auf die eingeschränkten infrastrukturellen Möglichkeiten nicht erfüllt werden könnten.

"Da die aktuelle Coronapandemie noch nicht eingedämmt ist, geschweige denn ihren Höhepunkt erreicht hat, ist eine vorzeitige Rückkehr ins Mannschaftstraining noch nicht denkbar", begründet Metzelder und verweist auf die "große Verantwortung gegenüber den Spielern, Mitarbeitern, den damit verbundenen Familien sowie der gesamten Bevölkerung, so dass wir derzeit auch in einem Kleingruppen-Training nicht für einen ausreichenden Schutz sorgen könnten".

"Gleichbleibender Wettbewerb kann ausgeschlossen werden"

Dass der DFB zudem die Insolvenzregelung aufgeweicht hat und Geisterspiele in Betracht zieht, würde die Wettbewerbsverzerrung abrunden, so der Preußen-Sportchef. "Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass ein für alle gleichbleibender sportlicher Wettbewerb ausgeschlossen werden kann."

Die weiteren Personalplanungen liegen wie bei nahezu allen Klubs weitgehend auf Eis: "Solange nicht klar ist, wie die Saison ihren Abschluss findet und welche wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Coronapandemie für die Vereine entstehen, können keine seriösen Planungen unternommen, geschweige denn Verträge unterzeichnet werden." Neben sieben Spielern sind auch Trainer Sascha Hildmann und Metzelder selbst noch ohne Kontrakt für die kommende Saison.

   
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