Nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen: Haching rutscht ab

Die SpVgg Unterhaching steckt fest: Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen folgte im Derby gegen den TSV 1860 München die nächste Niederlage. Dabei erlebten die Oberbayern während der 90 Minuten zahlreiche unterschiedliche Emotionsstufen – mit dem bittersten Ende inklusive.

"Wollten oben dranbleiben"

Erst die Führung, dann der Rückstand, ein Comeback und dann der Knock-Out in der Nachspielzeit – für die Fans von der SpVgg Unterhaching war das Derby mit 1860 München eine nervenaufreibende Angelegenheit. Auch die Beteiligten mussten nach der 2:3-Niederlage erst einmal durchatmen. "Das Spiel abhaken. Es ist scheiße, dass es ein Derby ist. Eigentlich ging es um sechs Punkte für uns, weil wir oben dranbleiben wollten", ärgerte sich Moritz Heinrich, der sich selbst als Torschütze und Vorlagengeber eintrug, am Mikrofon von "Magenta Sport" gleich über zwei verpasste Ziele.

Denn trotz zahlreicher Ausrutscher im Spitzenfeld der Liga konnte die Spielvereinigung durch die eigene Niederlage kein Kapital daraus schlagen. Dass es ausgerechnet im Derby sein musste – doppelt bitter. "Es ist einfach aktuell scheiße. Wir können es nicht über 90 Minuten verteidigen, können nicht konstant über die Zeit spielen und jagen uns die Dinger selbst rein", schimpfte Heinrich über den aktuellen Lauf der Hachinger, aus dem nur ein Sieg aus den letzten acht Partien entsprang. In der Tabelle ging es seitdem von Platz 1 auf den fünften Rang. Für den Top-Scorer der Oberbayern nur schwierig zu verschmerzen: "Ein Unentschieden wäre gerechtfertigt gewesen. Aber der Lucky-Punch ist so im Fußball, kann man nicht ändern."

Schromm lobt Derby-Charakter

Trainer Claus Schromm bestätigte eine wenig konstante Leistung der Unterhachinger, indem er das Lob für die Gäste aussprach: "Der Löwe hat ein sehr ordentliches Spiel gemacht, von den Chancen waren sie besser und am Ende des Tages ist es vielleicht sogar verdient." Dass seine Mannschaft – angesichts des Spielverlaufs – das Derby angenommen hatte, freute den Übungsleiter dagegen: "Es war ein Derby, das war auch das Ziel. Da herrschen andere Gesetze und Emotionen, da ist ein Plan schwieriger umzusetzen."

Schön sei es auch gewesen, dass beide Mannschaften nach dem 2:2-Ausgleich auf den Sieg gedrängt hätten. "Es hat natürlich der Falsche gewonnen", musste Schromm dann am Ende eingestehen, weil die Münchener Löwen schlichtweg einen Trumpf mehr im Ärmel hatten: "Hinten heraus… Sascha Mölders." Nun müssen die Oberbayern den Schalter wieder umlegen, um nach dem Derby im Liga-Alltag die nächsten Punkte einzufahren. Mit den bevorstehenden Partien gegen Jena, Duisburg und Kaiserslautern erwartet die Hachinger nämlich ein relativ unangenehmes Restprogramm vor der Winterpause. Und für Schromm gäbe es nichts Schöneres, als die Fans vor Weihnachten noch einmal mit einem Sieg zu bescheren: "Es gab hier richtig, richtig geile Stimmung auf beiden Seiten. Es ist sehr schade, dass wir den Fans nicht den Sieg schenken konnten."

   
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