Nächste Runde im Meppener Last-Minute-Wahnsinn

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Der SV Meppen und sein Last-Minute-Wahnsinn geht weiter! Nach dem 3:2-Siegtreffer von Nick Proschwitz in der Vorwoche war es gegen den VfR Aalen Deniz Undav, der in der allerletzten Aktion des Spiels zum umjubelten 2:1-Sieg der Emsländer einnetzte. Nur Trainer Christian Neidhart war nach der Partie überraschend rational.

"Waren schon mal fünf Punkte weg"

Der Wahnsinn hat einen Namen: SV Meppen! Zum fünften Mal in der laufenden Saison traf die Mannschaft von Christian Neidhart in der Nachspielzeit – Bestwert in der 3. Liga. "Es gehört ein Stück weit Glück dazu, aber auch ein guter Standard", gab sich Trainer Christian Neidhart am Mikrofon der "Telekom" nach der Partie erstaunlich rational – wenn auch mit einem Lächeln. Für den SVM war der zweite Last-Minute-Sieg in Folge gleichzeitig der fünfte Erfolg aus den letzten sieben Spielen – damit sind die Emsländer das Team der Stunde.

"Wir waren schon mal fünf Punkte weg, aber wir alle im Verein sind ruhig und besonnen mit der Situation umgegangen, weil wir wissen, wo wir herkommen", erklärte Neidhart den Aufschwung des SV Meppenr und betonte, dass man sich gemeinsam wieder herausgekämpft habe. "Das ist das Bild, was wir jetzt abgeben", überwiegt der Stolz auf seine Mannschaft.

"Dachte, wir verlieren das am Ende"

Sportlich gesehen zählte die Partie aber wohl nicht zu den Highlights des Coaches, der in der Halbzeitpause deutliche Worte an seine Mannschaft richtete. "Man muss es deutlich sehen: Wir müssen glaube ich 3:0 führen. Da war ich sehr angefressen, denn es darf nie und nimmer 1:1 stehen", beschrieb der 50-Jährige seine Eindrücke zur ersten Hälfte. Man habe "vier richtig gute Möglichkeiten" gehabt, bevor die zweite Halbzeit dann "lange hin und her gedümpelt" sei.

In der glücklichen Situation für seine Mannschaft sah Neidhart aber auch das Leid seines in der Kritik stehenden Kollegen vom VfR Aalen. "Wir haben vor dem Spiel auch die Aufstellung gesehen", verwies Neidhart auf den Torwartwechsel im Kasten der Gäste, den Argirios Giannikis vornahm, denn "manchmal ist es der letzte Strohhalm, um noch einmal einen neuen Impuls zu geben." Ausgerechnet Gäste-Keeper Raif Husic hatte an beiden Toren erheblichen Anteil. "So wie das Spiel davor gelaufen ist, habe ich gedacht, wir verlieren das am Ende auch", hatte Neidhart den letzten Trumpf seines Kollegen nicht unterschätzt. Am Ende habe man allerdings gesehen, dass der SVM den Sieg mehr wollte – und den holte sich das Team um Deniz Undav wieder in allerletzter Sekunde.

   

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