Nach Investoren-Posse: Türkgücü gibt sportliche Antwort

Nach der anhaltenden Investoren-Posse zwischen zum Jahreswechsel präsentierte sich Türkgücü München am Montagabend beim 1:0 gegen Dresden als unangenehmer Gegner für den Tabellenführer, woraufhin auch der Siegtorschütze eine klare Ansage in Richtung der finanziellen Situation machte.

"Wir haben große Ziele"

Investoren-Klubs haben es im Profifußball oft nicht leicht, doch Türkgücü München trifft es seit dem Drittliga-Aufstieg besonders hart. Die Posse um den Ausstieg von Hasan Kivran kostete dem Klub einige Sympathien, doch auf dem Platz sind die Türkgücü-Akteure über ihre fußballerischen Fähigkeiten erhaben. Beim 1:0-Sieg gegen Dynamo Dresden stand einmal mehr Offensivspieler Sercan Sararer im Mittelpunkt, weil er den entscheidenden Ball in die Maschen schlenzte. Damit traf der 31-Jährige zum Sieg und schob sich mit seinem Team auf den sechsten Rang vor. Bei einem Spiel weniger beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang nur noch drei Punkte.

Am Mikrofon von "Magenta Sport" folgte nach Abpfiff unmissverständlich die Meinung des Top-Scorers zur aktuellen Situation bei Türkgücü: "Entscheidungen werden von heute auf morgen getroffen und geändert. Das muss man akzeptieren als Spieler. Wir sind Angestellte, wir bekommen jeden Monat unser Geld. Natürlich macht man sich seine Gedanken, wie es in Zukunft weitergeht, aber wir haben ein klares Zeichen bekommen, dass es normal weitergeht." Unbestritten ist, dass die Münchner den siebten Saisonsieg einfuhren, dazu gab es sechs Unentschieden. "Wir haben große Ziele, die sind immer noch gleich. Aber wir müssen nachlegen."

Kein Verkauf von Leistungsträgern

Auch Cheftrainer Alexander Schmidt war von der Leistung seines Teams zum Jahresauftakt überzeugt. "Kämpferisch, läuferisch und von der Kompaktheit hat meine Mannschaft alles abgerufen", lobte der 52-Jährige in der Pressekonferenz und hob die "unnachahmliche" Art seines Siegtorschützens hervor. Die Gedanken an einen Verkauf von Leistungsträgern wie Sararer oder Petar Sliskovic schob der Coach unmittelbar nach dem Spiel von sich – allerdings könnten "unmoralische Angebote", wie es Geschäftsführer Max Kothny vor der Partie sagte, ein Umdenken bewirken.

Nach einem zwischenzeitlichen Tief mit vier Spielen ohne Sieg ist Türkgücü zurück in der Erfolgsspur. Dass das gegen Tabellenführer Dresden keine Selbstverständlichkeit war, ordnete auch Schmidt entsprechend ein. "In der einen oder anderen Situation hatten wir Spielglück, das man sich aber erarbeiten muss. Das kommt nicht von alleine", erklärte der 52-Jährige und schob nach, dass die Partie gegen Dresden ein "absolutes Highlight" nach den Münchner Derbys war: "Wenn wir so einen großen Verein als junger Verein schlagen können, dann ist das ein Höhepunkt." Das nächste Novum könnte Türkgücü dann gegen Viktoria Köln am kommenden Spieltag feiern, denn drei Siege in Serie gelangen dem Aufsteiger in der 3. Liga noch nicht.

   
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